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Batteriespeicher nachrüsten: Welcher Installateur ist zuständig?

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WarmwasserMax47
Beiträge: 9
Themenstarter
(@warmwassermax47)
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Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#97]

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor der Frage, ob und wie ich bei meiner bestehenden Anlage einen Batteriespeicher nachrüsten kann, und komme bei der Zuständigkeitsfrage nicht weiter.

Zur Situation: Ich habe seit 2022 eine 10 kWp PV-Anlage auf dem Dach und seit letztem Herbst eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Haus. Beide Komponenten laufen soweit gut, aber der Eigenverbrauch lässt noch zu wünschen übrig – gerade jetzt im Juni läuft die PV auf Hochtouren und ich speise einen Großteil ins Netz ein, während die WP abends und morgens trotzdem aus dem Netz zieht.

Jetzt möchte ich endlich einen Batteriespeicher dazwischenhängen. Mein ursprünglicher PV-Installateur sagt, er macht das, aber er kennt sich mit Wärmepumpen angeblich nicht so gut aus. Der WP-Betrieb hingegen meint, er sei für die Elektrik rund um die PV nicht zuständig. Und der dritte Elektriker, den ich angerufen habe, will erst einen Termin zur Besichtigung – was ich eigentlich gut finde, aber die anderen haben das ohne Hausbesuch angeboten.

Frage: Ist das ein normales Problem bei Nachrüstungen oder werden mir hier alle nur den schwarzen Peter zuschieben? Brauche ich tatsächlich jemanden, der beides kann, oder reicht es wenn die beiden Gewerke sich absprechen? Und was kostet sowas ungefähr an Montage, abgesehen vom Speicher selbst?

Ich würde das gerne noch vor dem Urlaub im August klären, damit ich ggf. über den Sommer optimieren kann.

Danke schonmal!
Max


5 Antworten
ThomasK
Beiträge: 45
(@thomask)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Also ich sehe das ein bisschen anders als die anderen hier. Die Frage ob PV-Installateur oder Elektriker ist eigentlich gar nicht das zentrale Problem. Entscheidend ist, ob dein bestehender Wechselrichter überhaupt speicher-kompatibel ist. Das ist der erste Schritt den du klären musst, bevor du irgendjemanden beauftragst.

Wenn du einen älteren Wechselrichter ohne Batterieanschluss hast, läuft es zwangsläufig auf AC-Kopplung mit einem zweiten Wechselrichter hinaus. Das ist technisch problemlos, aber kostet extra. Wenn der Wechselrichter hybrid-fähig ist oder eine Erweiterung unterstützt, ist DC-Kopplung oft günstiger und effizienter.

Für die WP-Integration reicht in den meisten Fällen der SG-Ready-Eingang – der signalisiert der WP wann gerade viel günstiger Strom da ist. Das ist keine Raketenwissenschaft und jeder halbwegs engagierte Elektriker kriegt das hin.

Mein Tipp: Ruf beim Wechselrichterhersteller an oder schau ins Datenblatt, ob Batterieerweiterung unterstützt wird. Dann weißt du welche Gespräche du überhaupt führen musst.


Antwort
Klaus-Richter
Beiträge: 35
(@klaus-richter)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Das kenne ich gut – die Zuständigkeitsfrage ist bei Nachrüstungen wirklich oft ein Thema. Ich hatte ähnliche Diskussionen beim WP-Einbau, da wollte auch keiner so recht die Verantwortung für die gesamte Elektrik übernehmen. Hab das damals hier im Forum auch angesprochen: Elektriker-Kosten beim WP-Einbau: Was kommt da wirklich auf mich zu?

Grundsätzlich: Der Batteriespeicher ist primär eine PV-seitige Komponente, also Wechselrichter, Kopplung, Einspeisung – das gehört zum PV-Installateur. Die WP-Steuerung (SG-Ready-Kontakt o.ä. für smarte Einbindung) wäre dann eher Sache des WP-Betriebs. Wenn die sich absprechen und beide vernünftig sind, klappt das auch so. Wichtig ist aber, dass einer von beiden die Gesamtverantwortung für die Elektrik am Hausanschluss übernimmt – das darf nicht in der Luft hängen.

Der Elektriker, der auf einen Hausbesuch besteht, macht das übrigens aus meiner Sicht richtig. Ohne die bestehende Anlage gesehen zu haben, kann man kaum seriös planen. Die anderen machen das eher aus Akquisegründen so locker.


Antwort
WernerPV_1951
Beiträge: 21
(@wernerpv_1951)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich bin jetzt seit über 30 Jahren dabei wenn es um Haustechnik geht und kann da einiges aus Erfahrung sagen. Bei uns (Baujahr 1962, saniert) habe ich letztes Jahr auch überlegt, einen Speicher nachzurüsten.

Das Problem mit den Zuständigkeiten ist leider typisch für die Branche im Moment. Jeder hat sein Gewerk und keiner will haften für das, was der andere gemacht hat. Mein Rat: Suchen Sie sich einen Betrieb, der beides anbietet – also PV und Elektrik. Die gibt es, auch wenn sie nicht so häufig sind. Alternativ ein schriftliches Abstimmungsprotokoll zwischen den beiden Firmen verlangen, wer was macht und wer die Abnahme verantwortet.

Zu den Kosten: Montage ohne Material würde ich aktuell mit 800 bis 1.500 Euro kalkulieren, je nach Aufwand und Kopplung. DC-Kopplung ist etwas aufwendiger wenn der bestehende Wechselrichter nicht kompatibel ist, AC-Kopplung geht meistens einfacher.

Und ja – der Termin vor Ort ist Pflicht. Wer das ohne Hausbesuch anbietet, hat keine Ahnung was er dort vorfindet.


Antwort
R.Hoffmann91
Beiträge: 10
(@r-hoffmann91)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

kurz und knapp: nimm den der auf Hausbesuch besteht, die anderen zwei haben keine Ahnung was sie dir da hinstelln wollen ohne die Anlage gesehen zu haben. hab selber schon genug solcher Murks-Installationen gesehen die dann Probleme machen.


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