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Batteriespeicher im Sommer sinnvoll nutzen – was macht ihr tagsüber?

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Bernd H.
Beiträge: 15
Themenstarter
(@bernd-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#117]

Hallo zusammen,

schön, dass ich dieses Forum wiedergefunden habe – ich war eine ganze Weile weg und merke jetzt, dass sich in der Welt der Wärmepumpen und Speichertechnik einiges getan hat.

Meine Situation: Ich habe eine ältere Luft-Wasser-Wärmepumpe, die im Sommer eigentlich kaum läuft – Warmwasser erzeugen, das war's mehr oder weniger. Jetzt überlege ich, ob sich ein Batteriespeicher in meiner Situation überhaupt lohnt, wenn die WP im Sommer so wenig Strom zieht.

Ich frage mich konkret: Was macht ihr mit eurem Batteriespeicher in den Sommermonaten, wenn die PV-Anlage auf Hochtouren läuft, aber die Wärmepumpe kaum Bedarf hat? Wird der Speicher dann einfach für den Haushaltsstrom genutzt, oder habt ihr da spezielle Strategien entwickelt? Und lohnt es sich, den Speicher bewusst auf bestimmte Zeiten zu laden/entladen, also zum Beispiel die Einspeisung zu vermeiden und stattdessen lieber den Eigenverbrauch zu erhöhen?

Ich bin da noch ziemlich am Anfang und würde mich über Erfahrungsberichte aus der Praxis freuen, gerne auch mit konkreten Zahlen wenn möglich. Vor allem interessiert mich, ob alte Anlagen wie meine da überhaupt vernünftig mitspielen oder ob man dafür zwingend eine neuere WP-Generation braucht.

Danke schon mal!


3 Antworten
Markus T.
Beiträge: 8
(@markust87)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Kurz und knapp aus meiner Erfahrung: Ältere WPs ohne SG-Ready-Eingang lassen sich per Zwangssteuerung (Klemme EVU oder externer Eingang) trotzdem in eine Speicherstrategie einbinden – das ist kein Hexenwerk, aber man muss wissen was man tut. Ich würde vor jeder Investitionsentscheidung erstmal prüfen, welche Steuereingänge deine WP überhaupt hat. Ohne das weißt du nicht, welche Automatisierungsszenarien realistisch sind.


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TechNik_96
Beiträge: 29
(@technik_96)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Bei mir ist das Sommer-Thema grad auch aktuell – ich bin zwar noch in der Planungsphase, aber ich hab mich da schon reingelesen. Mein Eindruck: Für ältere WPs ohne Smart-Grid-Schnittstelle (SG Ready) ist die Einbindung in eine Speicherstrategie tatsächlich etwas holpriger. Nicht unmöglich, aber man braucht dann oft externe Relaissteuerungen oder ähnliches.

Ich hab das Thema hybride Steuerung zuletzt in nem anderen Thread verfolgt, wo's genau darum ging welche Systeme da wirklich flexibel sind. Mein Fazit bisher: Im Sommer macht der Speicher für Haushaltsstrom absolut Sinn, auch ohne WP-Kopplung. Die Frage ist ob die Renditerechnung dann noch stimmt wenn die WP eh kaum zieht... da bin ich selber noch unsicher ehrlich gesagt.


Antwort
Stefan-Koch
Beiträge: 28
(@stefan-koch)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hi Bernd, das kenne ich – im Sommer ist die WP quasi im Dornröschenschlaf und der Speicher läuft hauptsächlich für Kühlschrank, Herd, Beleuchtung und Co. Das ist aber gar nicht so schlecht, denn genau da holt man sich die Wirtschaftlichkeit rein, wenn man sonst viel Strom im Haushalt verbraucht.

Bei mir läuft es so: Der Speicher wird tagsüber durch die PV geladen, abends und nachts wird er entleert. Die WP für Warmwasser programmiere ich auf die Mittagsstunden, wenn die PV-Produktion am höchsten ist – damit geht der WP-Strom direkt von der PV und der Speicher bleibt für den Rest des Tages.

Ob alte WP-Anlagen da problemlos mitspielen, hängt stark vom Steuerungstyp ab. Ich habe mich damit im Kontext der JAZ-Optimierung intensiver beschäftigt, Scroll oder Kolben im EFH – was ist langfristig die bessere Wahl? war da für mich auch ein Augenöffner. Grundsätzlich reicht für die zeitgesteuerte Warmwasserfreigabe oft schon ein einfacher Schaltausgang, das können die meisten älteren WPs.


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