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AC oder DC Kopplung beim Batteriespeicher – was passt besser zur WP?

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TechNik_96
Beiträge: 38
Themenstarter
(@technik_96)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#90]

Hallo zusammen,

ich plane gerade meinen Sommerprojekt-Stack für dieses Jahr und stehe vor einer Entscheidung, bei der ich echt nicht weiterkomme. Es geht um die Frage AC-gekoppelt vs. DC-gekoppelt beim Batteriespeicher, speziell im Zusammenspiel mit meiner Wärmepumpe.

Hintergrund: Ich hab eine 10 kWp PV-Anlage auf dem Dach (seit letztem Herbst), läuft super. Jetzt will ich einen Batteriespeicher nachrüsten, und da die WP ein großer Verbraucher ist, soll der Speicher primär dafür sinnvoll eingesetzt werden. Im Sommer kühlen wir auch aktiv, also ist die WP gerade täglich im Einsatz.

Ich hab jetzt verschiedene Angebote, ein Installer empfiehlt AC-Kopplung (kompatibler, flexibler bei späterem Tausch), ein anderer schwört auf DC-Kopplung (höherer Wirkungsgrad weil weniger Umwandlungen). Ich versteh das Prinzip grob, aber ich frag mich: macht der Wirkungsgradvorteil der DC-Kopplung in der Praxis bei WP-Lasten wirklich so viel aus? Oder ist das eher Theorie?

Und wie siehts aus mit der Steuerung? Ich les immer, DC-Systeme lassen sich oft einfacher mit dem WP-Management verheiraten, stimmt das wirklich oder hängt das komplett vom Hersteller ab?

Wäre super wenn jemand damit direkte Erfahrung hat, am besten mit konkreten Verbrauchszahlen oder Systeminfo. Danke schonmal!


5 Antworten
H.Kellner
Beiträge: 38
(@h-kellner)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Die Frage hab ich mir selbst auch mal gestellt, als ich mich intensiver mit dem Thema Wirkungsgrad beschäftigt hab – interessanterweise im Kontext von Inverter-WPs, wo Teillastverhalten ja auch eine große Rolle spielt (dazu hab ich auch schon im JAZ-Thread was geschrieben).

Zum Thema: Der Wirkungsgradvorteil der DC-Kopplung ist real, aber du musst ihn relativieren. Bei DC entfällt eine Wandlungsstufe (PV → Wechselrichter → Netz → Batteriewechselrichter), stattdessen geht der PV-Strom direkt über den Hybrid-Wechselrichter in die Batterie. Typisch spart man da 3–5% Verluste. Klingt wenig, summiert sich aber über ein Jahr.

Bei WP-Lasten mit 1–3 kW Dauerbezug im Kühlbetrieb macht das durchaus was aus. Ich würde sagen: Wenn du sowieso einen Hybrid-Wechselrichter tauschst oder neu installierst, nimm DC. Wenn dein bestehender Wechselrichter gut ist und du nur nachrüsten willst, kann AC pragmatischer sein. Die Steuerungsintegration hängt wirklich stark vom Hersteller ab – da gibt es keine pauschale Aussage.


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Heinz W.
Beiträge: 47
(@h-weber34)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich bin da ehrlich gesagt etwas skeptischer als die Vorposter. Der Wirkungsgradvorteil DC wird meiner Meinung nach oft überschätzt. In der Praxis – gerade im Sommer wenn du kühlst – ist der direkte PV-zu-WP-Pfad ohnehin effizienter als der Umweg über die Batterie, egal ob AC oder DC. Die Batterie sollte im Sommer eher für Abend und Nacht reserviert sein.

Ich hab im Altbau-Thread schon mal beschrieben wie bei uns die Verbrauchsstruktur aussieht – da spielt die Kopplung eine untergeordnete Rolle verglichen mit einer guten Ladesteuerung und vernünftiger Prognose.

Mein Tip: Lass dich nicht von technischen Details ablenken und schau erstmal welches System in deiner Region gut installiert und gewartet wird. Ein solide eingestelltes AC-System schlägt ein schlecht konfiguriertes DC-System locker. Handwerker und Support sind langfristig wichtiger als 3% Wirkungsgrad.


Antwort
WolfgangH
Beiträge: 57
(@wolfgangh)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Da stimm ich H.Weber34 im Grundsatz zu – aber ich würd noch ergänzen: Schau dir die Garantiebedingungen genau an. Ich hab bei der Installateursuche gelernt dass manche DC-Systeme die Garantie verlieren wenn ein anderer Handwerker dran arbeitet. Das kann teuer werden. Frag explizit nach.


Antwort
TechTom_89
Beiträge: 18
(@techtom_89)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurze Ergänzung zur Steuerungsfrage, weil das bei mir ein Kernpunkt war: DC-Systeme wie z.B. SMA, Sungrow oder Huawei haben meistens eine integrierte Logik die Eigenverbrauchsoptimierung und WP-Priorisierung aus einer Hand regelt. Das klingt erstmal gut, ist aber ne Blackbox. Bei meinem Smart-Home-Setup (hab dazu schonmal was im Inverter-Integration-Thread beschrieben) wollte ich volle Kontrolle behalten.

AC-Systeme lassen sich deutlich offener ansprechen, oft über Modbus oder API. Wenn du sowas nutzt oder planst, ist AC die bessere Wahl. Wenn du einfach ein Plug-and-Play-System willst das selbst entscheidet, dann DC und ein gutes All-in-One-System.

Zum Wirkungsgrad: Ja, DC ist effizienter. Aber der Unterschied ist im Sommer kleiner als im Winter, weil die PV-Erträge hoch sind und du seltener aus dem Speicher in die WP entlädst – oft geht der Solarstrom direkt rein ohne Speicherumweg.


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