Benachrichtigungen
Alles löschen

Warmwasserbereitung im Sommer bei Hybridheizung optimieren?

4 Beiträge
4 Benutzer
0 Reactions
9 Ansichten
MarkusH.
Beiträge: 26
Themenstarter
(@markush)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#127]

Moin zusammen,

nach 8 Jahren bin ich wieder hier im Forum aktiv, weil ich jetzt endlich meinen Altbau von 1975 umrüsten möchte. Ich plane eine Hybrid-Lösung mit Luft-Wasser-WP und Gasheizung – dachte, das ist für unseren unsanierten Altbau am sichersten.

Aber jetzt sitze ich vor einem praktischen Problem: Im Sommer will ich hauptsächlich die WP für Warmwasser nutzen und die Gasheizung abstellen. Aber wie stelle ich das sinnvoll ein? Meine Überlegung: Gibt es spezielle Zeiten und Temperatur-Schwellwerte, ab denen die WP aktiv wird und das Warmwasser bereitet? Und wie merkt die WP, dass das Wasser warm genug ist – schaltet sie sich dann einfach ab?

Außerdem: Viele sagen, die WP sollte nicht zu oft an und aus schalten. Bei einer Hybridheizung mit separater Warmwasserbereitung – ist das dann anders? Sollte ich zeitbasierte Preheats programmieren oder lieber reaktiv fahren?

Und ganz praktisch: Macht es Sinn, im Juli/August die Gasheizung komplett zu deaktivieren, oder sollte ich einen Fallback behalten? Habe Angst, dass ich bei falschen Einstellungen plötzlich Probleme mit der Hygiene beim Warmwasser habe.

Freue mich über eure Erfahrungen, besonders von anderen Altbau-Hybridlern!

Greetz,
MarkusH.


3 Antworten
H.Kellner
Beiträge: 38
(@h-kellner)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Nach über 12 Jahren Praxis: Bei falsch justierten Schwellwerten und Hysterese-Werten passieren die meisten Probleme. Deine Sorge mit der Gasheizung ist berechtigt – ich würde einen Fallback bei <15°C behalten, auch im Sommer. Macht fast keinen Stress und sichert dich ab.

Zum Taktverhalten: WP sollte mindestens 15–20 Min. laufen, sonst steigt der COP rapide. Im Warmwasserbetrieb ist das weniger kritisch als beim Heizen, aber trotzdem. Legionellen-Sicherung über regelmäßige Nachheizung auf ≥65°C ist Pflicht – schreib dir das in die Wartungsplanliste!


Antwort
ThomasBreuer
Beiträge: 7
(@thomasbreuer)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Das ist genau das Thema, das mich auch gerade beschäftigt. Mein Altbau aus den 70ern, wenig gedämmt – genau wie deiner.

Meine bisherige Überlegung: Im Sommer sollte die WP auf eine Solltemperatur von ca. 45–50°C fahren (für Dusche ausreichend), und nur wenn's darunter geht, springt Gas an. Das minimiert Gasbrenner-Starts. Legionellen-Sicherung durch 1–2x pro Woche auf 60°C heizen – das kannst du zeitgesteuert einprogrammieren.

Aber ehrlich: Ich warte noch auf erste Erfahrungswerte mit meiner eigenen Anlage, bevor ich schwöre, dass das aufgeht. Vielleicht sollten wir später nochmal abgleichen?


Antwort
ThomasK30
Beiträge: 15
(@thomask30)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Interessante Ausgangslage für einen Altbau. Ich würde ehrlich gesagt die WP im Sommer nicht ganz alleine laufen lassen wollen – zu viele Unsicherheiten bei älteren Heizkörpern und schlechter Dämmung. Eine Hybrid-Lösung mit Gas-Backup ist da sicherer.

Zum Feintuning: Schau dir an, ob deine Regelung Booster-Heizfunktionen bietet. Damit lädt die WP den Speicher hocheffizient auf z.B. 50°C, und Gas taktet automatisch bei Bedarf zu 60°C nach. Das ist häufig optimal für Altbauten. Die Hysterese für die Umschaltung WP↔Gas sollte mindestens 3–5 K sein, sonst zittern die Ventile kaputt.

Mehr Details brauchst du vom Anlagenplaner – jede WP-Regler-Kombination tickt anders.


Antwort
Teilen: