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Bestehende PV-WP-Anlage: Lohnt sich Batteriespeicher noch finanziell?

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Thomas K.
Beiträge: 9
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(@kritiker_1978)
Active Member
Beigetreten: Vor 6 Tagen
[#55]

Hallo zusammen,

habe seit 2022 eine 9,8 kWp PV-Anlage mit Viessmann Vitocal WP (12 kW) am laufen. Damals war Batteriespeicher noch sehr teuer und hab erstmal drauf verzichtet. Jetzt überlege ich, ob sich das nachrüsten noch lohnt.

Mein Stromverbrauch liegt bei ca. 8.500 kWh/Jahr (davon WP etwa 4.200 kWh). PV produziert etwa 9.200 kWh. Eigenverbrauchsquote liegt momentan bei 35-40%, Rest geht für 8,2 Cent ins Netz.

Strompreis zahle ich derzeit 32 Cent/kWh. Die Speicherpreise sind ja stark gefallen - sehe Angebote um 800€/kWh inkl. Installation.

Frage: Macht ein 10-15 kWh Speicher noch Sinn oder ist der Zug abgefahren? Welche Amortisationszeiten habt ihr so erreicht bei nachgerüsteten Speichern?

Bin etwas hin- und hergerissen, da die Einspeisevergütung ja auch nicht ewig läuft...

Danke für eure Erfahrungen!


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3 Antworten
Sarah96
Beiträge: 23
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(@sarah96)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hi! Also ich hab letztes Jahr bei ähnlicher Konstellation nachgerüstet (12 kWh BYD). Bei deinem Verbrauch und der niedrigen Einspeisevergütung würd ich sagen: definitiv ja!

Rechne mal so: Du kaufst momentan etwa 5.000-5.500 kWh vom Netz (60-65% deines Verbrauchs). Mit nem 12 kWh Speicher könntest du das locker auf 2.500-3.000 kWh reduzieren. Das sind 2.500 kWh x (32 ct - 8,2 ct) = knapp 600€ Ersparnis pro Jahr.

Bei 800€/kWh wären das für 12 kWh etwa 9.600€. Amortisation also so 16-17 Jahre... hmm, ist schon grenzwertig. Aber die Strompreise werden ja nicht sinken.


Antwort
SmartHeat_Tech
Beiträge: 37
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(@smartheat_tech)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Muss H.Kellner teilweise widersprechen. Die Rechnung ist nicht nur rein finanziell zu sehen.

1. Blackout-Sicherheit: Mit Speicher und entsprechendem Wechselrichter haben Sie Notstromfähigkeit. Gerade bei WP wichtig im Winter.

2. Netzstabilität: Je mehr dezentrale Speicher, desto stabiler das Netz. Gesellschaftlicher Nutzen.

3. Flexibilität: Wenn in 5-10 Jahren die Elektromobilität richtig durchstartet, haben Sie schon die Infrastruktur.

Technisch: 12-15 kWh reichen für Ihre Anlage. Wichtig ist ein DC-gekoppeltes System für besseren Wirkungsgrad. BYD, Huawei oder SolarEdge sind bewährt.

Fazit: Bei aktuellen Preisen um 800€/kWh inkl. Installation und Ihrem Verbrauchsprofil ist es machbar, aber nicht zwingend wirtschaftlich. Wenn Sie die Zusatznutzen schätzen, go for it!


Antwort
H.Kellner
Beiträge: 15
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(@h-kellner)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Aus meiner Sicht als Elektriker: Die Wirtschaftlichkeit ist wirklich grenzwertig bei bestehenden Anlagen.

Das Problem ist, dass Sie bereits 2022 installiert haben - also noch 18 Jahre Einspeisevergütung. Die 8,2 Cent sind zwar nicht viel, aber sicher. Bei Speichern haben Sie Verschleiß, eventuelle Reparaturen und nach 15 Jahren wahrscheinlich Austausch.

Ich empfehle: Warten Sie noch 2-3 Jahre. Die Speicherpreise fallen weiter und Ihre Anlage läuft auch ohne Speicher sehr gut. Eventuell macht es Sinn, wenn der Strompreis über 35-40 Cent steigt oder Speicher unter 600€/kWh fallen.

Alternativ: Schauen Sie sich mal variable Stromtarife an - da können Sie die WP gezielt in günstigen Stunden laufen lassen.


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