Hallo zusammen,
wir haben seit 2 Jahren eine PV-Anlage (8,5 kWp) mit Wärmepumpe laufen. Die WP wurde damals schon mit einem separaten Stromzähler für die PV-Anlage vorbereitet. Jetzt überlege ich, einen Batteriespeicher nachzurüsten.
Meine Frage: Kann man die bestehende Verkabelung nutzen oder muss das komplett neu gemacht werden? Der Elektriker hatte damals gesagt, dass man später mal einen Speicher nachrüsten kann, aber ich weiß nicht mehr genau was er gemeint hat.
Die WP läuft über einen Fronius Wechselrichter und wir haben noch Platz im Technikraum. Kosten spielen erstmal eine untergeordnete Rolle, mir geht es hauptsächlich um die technische Machbarkeit.
Hat jemand sowas schon mal gemacht? Besonders im Sommer merkt man ja, dass viel Strom ins Netz geht den man eigentlich speichern könnte. Bin für jeden Tipp dankbar!
Hallo H.Weber34,
grundsätzlich ist eine Nachrüstung gut machbar, wenn der Elektriker das von vornherein mitgedacht hat. Bei Fronius gibt es verschiedene Lösungsansätze - entweder AC-gekoppelt über einen separaten Batteriewechselrichter oder DC-gekoppelt wenn der bestehende Wechselrichter das unterstützt.
Wichtig ist die Verschaltung: Der Speicher muss zwischen Wechselrichter und Hausanschluss eingebunden werden, damit er sowohl PV-Überschuss als auch Netzstrom speichern kann. Das bedeutet meist neue Verkabelung im Zählerbereich.
Bei der Kostenbetrachtung würde ich empfehlen, die Amortisation über die komplette Lebensdauer zu rechnen, nicht nur die Anschaffungskosten zu sehen.
Am besten lässt du dir von einem Fachbetrieb ein Konzept erstellen - die können vor Ort beurteilen, was von der bestehenden Installation genutzt werden kann.
Bei Fronius geht das eigentlich immer gut. Hab letztes Jahr bei nem Kunden nachgerüstet - war halb so wild. Wichtig ist nur dass der Zählerkasten groß genug ist für die zusätzliche Technik.