Benachrichtigungen
Alles löschen

Luft-WP im Neubau: Aufstellort von Anfang an richtig planen?

5 Beiträge
5 Benutzer
0 Reactions
14 Ansichten
ThomasBreuer11
Beiträge: 7
Themenstarter
(@thomasbreuer11)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#127]

Hallo zusammen,

ich stecke gerade mitten in der Planung meines Neubaus und beschäftige mich intensiv mit der Frage, wo ich die Luft-Wasser-Wärmepumpe am besten aufstelle. Im Neubau hat man ja den Vorteil, dass man noch alles beeinflussen kann – aber genau das macht es irgendwie auch komplizierter, weil man so viele Aspekte gleichzeitig im Blick behalten muss.

Mich interessiert vor allem: Wie plane ich den Aufstellort so, dass ich möglichst wenig Probleme mit Schall bekomme – weder für uns selbst noch für die Nachbarn? Wir haben ein relativ normales Grundstück, Reihenhaus-ähnliche Bebauung, also nicht besonders viel Abstand zu den Nachbarn. Da macht mir das Thema Schall schon ein bisschen Sorgen, gerade im Sommer wenn die Leute draußen sitzen.

Zusätzlich plane ich eine Hybridlösung mit Gas als Backup, weil ich damit flexibler sein will bei sehr tiefen Außentemperaturen. Für die Aufstellplanung hat das ja auch Auswirkungen – Leitungswege, Technikraum usw.

Außerdem: Was sollte ich beim Fundament beachten? Gibt es bestimmte Dinge, die man im Neubau einfach von Anfang an richtig machen sollte und die man im Nachhinein kaum noch korrigieren kann?

Freue mich über Erfahrungen, gerade von Leuten die das schon durchgemacht haben. Bin für jeden Hinweis dankbar!

Viele Grüße
Thomas


4 Antworten
Heinz W.
Beiträge: 31
(@h-weber34)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hallo Thomas,

gute Frage – und du hast absolut recht, dass der Neubau die große Chance ist, das von Anfang an sauber zu planen. Bei mir war das leider Altbau und ich musste vieles im Nachhinein anpassen, was deutlich mehr Aufwand war.

Paar Punkte die ich dir aus meiner Hybrid-Erfahrung mitgeben kann: Der Technikraum spielt eine zentrale Rolle. Wenn du Wärmepumpe und Gastherme kombinierst, brauchst du ausreichend Platz für Pufferspeicher, Verrohrung und die Steuerungseinheit. Das wird gerne unterschätzt. Plane lieber 2-3 qm mehr ein als du denkst zu brauchen.

Zur Aufstellung der Außeneinheit: Möglichst nicht direkt vor Schlaf- oder Wohnzimmerfenstern, weder von dir noch vom Nachbarn. An der Giebelseite ist oft sinnvoller als zur Terrasse hin. Gerade im Sommer – du schreibst das ja selbst – merkst du jeden Fehler sofort wenn alle die Fenster offen haben.

Das Fundament würde ich mit entkoppelnden Schwingungsdämpfern direkt einplanen, nicht erst nachträglich dranschrauben. Das ist wirklich so eine Sache die man einmal richtig macht oder ewig bereut. Mehr dazu hab ich auch in meinem Beitrag über meinen WP-Einbau beschrieben.

Viele Grüße
Heinz


Antwort
Werner69
Beiträge: 50
(@werner69)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Moin Thomas,

also zum Schallthema kann ich einiges sagen, hab da leider auch durch Lehrgeld gelernt. Ich hatte meine Einheit zu nah an der Terrasse, das war keine gute Idee – gerade jetzt im Sommer ist das ein Dauerthema bei uns gewesen.

Für deinen Neubau: Der Abstand zur nächsten bewohnten Fläche (egal ob deine Terrasse oder die des Nachbarn) ist das A und O. Faustformel die ich irgendwo gelesen hab und die sich bei mir bestätigt hat – je mehr Meter, desto mehr dB verlierst du. Klingt banal, aber 3 Meter Unterschied machen hörbar was aus.

Was viele nicht auf dem Schirm haben: Die Ausrichtung des Luftauslasses ist genauso wichtig wie der Abstand. Wenn der Ausblas direkt Richtung Terrasse oder Nachbargrundstück zeigt, hast du ein Problem. Schau beim Hersteller auf die Schalldiagramme – da siehst du, in welche Richtung das Gerät am lautesten ist.

Und wenn du die Möglichkeit hast, bau direkt eine Aussparung in der Hausecke oder Geländemodellierung ein, die als natürliche Schallbarriere dient. Kostet im Neubau fast nix extra, nachträglich ist das ne Riesen-Aktion.

Viel Erfolg bei der Planung!


Antwort
MarkusH.
Beiträge: 26
(@markush)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hi Thomas,

bin selbst gerade dabei, mein Altbau-EFH auf Hybrid umzurüsten, also kein Neubau bei mir – aber genau deshalb beneide ich dich ein bisschen um deine Ausgangssituation. Du kannst das wirklich von Grund auf richtig machen.

Was ich bei meiner Recherche gelernt hab: Im Neubau unbedingt den Installateur frühzeitig einbinden, am besten schon wenn der Grundriss noch nicht final ist. Leitungswege zwischen Außeneinheit, Technikraum und Heizkreisen können sonst zu echten Kompromissen führen. Kürzere Wege = weniger Wärmeverlust = bessere Jahresarbeitszahl. Das hängt alles zusammen.

Zum Hybridsystem: Achte darauf dass die Steuerung beider Systeme aufeinander abgestimmt ist, nicht einfach zwei separate Regelungen. Das ist bei Neuplanungen oft der Schwachpunkt wenn verschiedene Gewerke nicht miteinander reden. Heinz hat ja schon ein paar gute Punkte zum Technikraum genannt, dem kann ich nur zustimmen.

Und ja, Schall ist im Sommer wirklich das kritische Thema. Gartenseite würde ich meiden.


Antwort
Stefan-Koch
Beiträge: 28
(@stefan-koch)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kurze Ergänzung noch: Plane den Aufstellort auch mit Blick auf spätere Wartungszugänglichkeit. Klingt trivial, aber wenn die Einheit später hinter Büschen oder zu eng zwischen Wand und Zaun steht, wird jeder Service-Einsatz zum Problem – und das drückt dann auch auf die Kosten.


Antwort
Teilen: