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Welche Absicherung braucht meine Wärmepumpe wirklich?

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TobiasK87
Beiträge: 51
Themenstarter
(@tobiask87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#142]

Hallo zusammen,

ich plane gerade eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (voraussichtlich 8-10 kW) in Kombination mit einer PV-Anlage (~10 kWp). Ziel ist natürlich maximaler Eigenverbrauch – die WP soll bei PV-Überschuss bevorzugt laufen, idealerweise über eine Smart-Home-Anbindung gesteuert.

Jetzt stehe ich aber vor einer Frage, bei der ich im Internet nur widersprüchliche Infos finde: Welche Absicherung ist für eine solche WP eigentlich korrekt und ausreichend? Der Elektriker, den ich bislang befragt habe, meinte pauschal "25A reicht", aber ich bin nicht sicher ob das stimmt, weil ich gelesen habe dass Inverter-WPs im Anlaufmoment ganz anders verhalten als ältere Modelle.

Konkret frage ich mich:
- Hängt die nötige Absicherungsgröße wirklich stark vom Inverter-Typ ab?
- Gibt es bei der Kombination WP + PV + Eigenverbrauchssteuerung irgendwas zu beachten, was die Absicherung beeinflusst?
- Macht es Sinn, die WP auf einen eigenen Unterverteiler zu legen, oder reicht ein Abgang im Hauptverteiler?

Ich bin kein Elektriker, versuche aber die Zusammenhänge zu verstehen, damit ich sinnvoll mit dem Fachmann reden kann und nicht einfach irgendwas "machen lasse".

Freue mich über Erfahrungswerte von Leuten, die das schon hinter sich haben – besonders wenn jemand eine ähnliche PV+WP-Kombi betreibt!

Danke schon mal,
Tobias


4 Antworten
WaermeFuchs88
Beiträge: 8
(@waermefuchs88)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich kann aus meiner Altbau-Erfahrung sagen: Lass dir unbedingt das technische Datenblatt der WP geben, bevor der Elektriker irgendwas plant. Bei mir hat sich rausgestellt dass im Datenblatt 20A stand, der Elektriker aber standardmäßig 25A vorgesehen hätte – nicht falsch, aber du zahlst dann ggf. für dickere Leitungen als nötig.

Das mit dem eigenen Unterverteiler würde ich auch empfehlen. Ich hab das bei meinem Reihenhaus so gemacht und bin froh drum, schon allein wegen der Übersichtlichkeit. Gerade wenn du nachher noch Messungen für den PV-Eigenverbrauch machen willst, ist das Gold wert.

Auch interessant für dich vielleicht: Ich hab mich im Pufferspeicher-Thread schon etwas mit Kosten-Nutzen beschäftigt – da spielt die elektrische Auslegung auch rein, weil ein falsch dimensionierter Puffer die WP häufiger takten lässt und das auf Dauer nicht gut ist.


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Ralf B.
Beiträge: 6
(@r-brinkmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Wir sind gerade auch mitten in der Planung und ich hab mich mit dem Thema Zählerkasten bzw. Unterverteiler schon etwas beschäftigt – hab dazu sogar einen eigenen Thread eröffnet: Zählerkasten nachrüsten für Wärmepumpe: Was kostet das?

Zur Absicherung selbst: Unser Elektriker hat gesagt, er richtet sich nach dem technischen Mindestanforderungsdokument des Netzbetreibers und dem Herstellerdatenblatt. Mehr kann er eigentlich nicht tun. Der Wert ist meist 16A oder 25A – aber 25A ist quasi Standard bei den meisten Geräten ab 8 kW. Bei uns wird es auch 25A mit 5x2,5mm² Leitung.


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WP_Optimizer84
Beiträge: 24
(@wp_optimizer84)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Gute Frage, und du hast recht, dass man das nicht pauschal beantworten kann. Bei modernen Inverter-WPs ist der Anlaufstrom tatsächlich deutlich geringer als bei älteren Kompressionssystemen mit Direktanlauf – da springt der Kompressor nicht mehr schlagartig auf volle Leistung, sondern läuft sanft hoch. Das bedeutet: 25A kann bei einer 8-10 kW Anlage durchaus ausreichen, aber du musst auf die Herstellerdokumentation schauen. Die gibt immer einen Mindestwert für die Vorsicherung an, manchmal auch einen empfohlenen Wert.

Was die PV-Kombination angeht: Die Absicherung der WP selbst wird dadurch nicht direkt beeinflusst, weil der Wechselrichter einfach ins Hausnetz einspeist und die WP daraus zieht wie jeder andere Verbraucher. Die Steuerung (SG-Ready oder Modbus) läuft auf einer Signalleitung, die mit der Absicherung der Leistungsseite nichts zu tun hat.

Ein eigener Unterverteiler für die WP macht durchaus Sinn – übersichtlicher, leichter messbar, und du kannst dort gezielt einen separaten Zähler einbauen, wenn du den Verbrauch der WP sauber erfassen willst. Das ist für die Eigenverbrauchsoptimierung wirklich hilfreich. Ich messe meinen WP-Strom separat und kann so genau sehen, wie viel PV-Anteil wirklich drinsteckt.


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ThomasB_1986
Beiträge: 21
(@thomasb_1986)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich dokumentiere meinen Neubau ja hier Schritt für Schritt und hab das Thema Absicherung vor ein paar Wochen mit unserem Elektriker durchgesprochen.

Das Wichtigste vorab: Der Elektriker ist verpflichtet, sich an die Herstellervorgaben zu halten – die stehen im Installationshandbuch der WP. Da steht dann z.B. "min. 20A träge" oder ähnliches. Wenn er das ignoriert und pauschal entscheidet, ist das eigentlich nicht korrekt.

Für uns (Neubau, 9 kW Inverter-WP) hat der Elektriker einen eigenen Abgang mit 25A B-Automat im Hauptverteiler geplant, dazu einen separaten Zähler für die WP wegen des Wärmepumpen-Sondertarifs. Ob sich der Tarif lohnt, ist ein anderes Thema – aber messtechnisch ist es auf jeden Fall sinnvoll, die WP separat zu erfassen.

Zum Thema PV-Eigenverbrauch: SG-Ready Anschluss nicht vergessen einplanen! Das ist eine Kleinigkeit beim Einbau, aber im Nachhinein aufzurüsten ist umständlicher.


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