Ich beschäftige mich gerade intensiver mit dem Thema Eigeninstallation von Wärmepumpen und stoße dabei auf ein ziemliches Regelwirrwarr. Es geht mir nicht ums Kältemittel – das ist klar geregelt und erfordert den Sachkundenachweis nach EU-Verordnung 2024/573. Aber was ist eigentlich mit allem anderen?
Konkret interessiert mich: Was darf 2026 ein technisch versierter Heimwerker bei der WP-Installation selbst übernehmen, ohne dass er a) gegen Gesetze verstößt, b) die Förderung riskiert und c) die Gewährleistung des Herstellers verliert? Die Herstellerdokumentation liest sich nämlich gerne so, als ob man für das Aufstellen der Außeneinheit schon einen zertifizierten Betrieb braucht – was ich für klassisches Marketinggeschwätz halte, das den Fachbetrieb schützt, nicht den Kunden.
Meine bisherige Recherche ergibt: Hydraulik, Rohrleitungen, Fundament, Regelungstechnik – da ist vieles theoretisch in Eigenleistung möglich. Elektro ab Hausanschluss ist hingegen eindeutig konzessionspflichtig. Aber was gilt laut aktueller GEG-Novelle und BEG-Förderrichtlinien für 2026 konkret? Hat sich da nach dem letzten BAFA-Update etwas geändert? Ich habe widersprüchliche Angaben gefunden – manche Quellen sagen, die Inbetriebnahme muss zwingend durch einen Fachbetrieb erfolgen, andere schreiben, es reicht eine Abnahme.
Wenn jemand hier aktuelle und belastbare Infos hat – nicht das übliche 'frag deinen Installateur' – wäre ich dankbar.
Kurze Ergänzung aus meiner Recherche für die PV-WP-Kombination: Ich hab mich hier zu den Elektroanschluss-Normen schon mal eingelesen. Der Elektroanschluss ist wirklich absolut unverhandelbar – da gibt es keinen legalen DIY-Weg, egal wie versiert man ist. Für alles andere stimme ich zu: Hydraulik ist Eigenleistung, aber ohne IBS durch Fachbetrieb gibt es die Förderung nicht.
Ich sehe das ehrlich gesagt ein bissl anders als die meisten hier. Die Diskussion 'legal vs. nicht legal' ist wichtig, aber man sollte auch nicht vergessen: In der Praxis kommt es auf die Dokumentation an, nicht auf das, was tatsächlich wer gemacht hat. Klingt zynisch, ist aber so.
Bei meiner Hybridheizung hab ich mit meinem Installateur offen geredet – der hat mir klar gesagt, was er selbst machen muss (Kältemittel, Elektro, IBS-Protokoll) und was er 'gerne dokumentiert', wenn ich die Vorarbeit mache. Das ist eine Grauzone, die in der Branche weit verbreitet ist. Ob das 2026 strenger kontrolliert wird, weiß ich nicht. Bisher ist die Kontrolldichte bei BAFA-Projekten im Einfamilienhausbereich eher gering, soweit ich das einschätzen kann. Ich sage nicht, dass man das ausnutzen soll – aber der WpSkeptiker sollte wissen, dass die Praxis nicht immer deckungsgleich mit dem Regelwerk ist.
Zum Thema Wasser-Wasser hab ich das noch nicht konkret geprüft, aber ich vermute, dass da noch zusätzliche wasserrechtliche Genehmigungen reinkommen (Brunnenbohrung etc.), die nochmal eine eigene Ebene an Vorschriften bedeuten. Das wäre dann nicht nur BEG und GEG, sondern auch Länderrecht. Für meine Planung wäre das ein weiterer Grund, beim Fachbetrieb zu bleiben – ich will die Förderung und den sauberen Papierweg für die Smart-Home-Integration und JAZ-Dokumentation. Aber die Grundfrage hier ist trotzdem berechtigt.