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Stromkosten 2026: Wann rechnet sich WWP gegenüber Durchlauferhitzer?

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ThomasB_1986
Beiträge: 13
Themenstarter
(@thomasb_1986)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#105]

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor einer Entscheidung und komme alleine nicht weiter. Wir haben aktuell zwei elektronische Durchlauferhitzer (je 18 kW) für Bad und Küche, die noch aus der Altbausanierung vor 5 Jahren stammen. Damals war das die günstigste Lösung. Jetzt lese ich überall, dass Warmwasser-Wärmepumpen mit COP-Werten von 3 bis 4 viel effizienter sein sollen.

Aber ich frage mich: Lohnt sich der Wechsel wirklich, wenn ich die Anschaffungskosten der WWP (ich schau gerade auf Geräte zwischen 1.200 und 2.000 Euro) gegenrechne? Wir sind zu dritt zuhause, ich, meine Frau und unser Sohn (9 Jahre). Warmwasserverbrauch schätze ich auf normal bis leicht überdurchschnittlich.

Der aktuelle Stromtarif liegt bei uns bei ca. 32 Cent/kWh (Grundversorgung, ich weiß, nicht optimal). Den will ich eh nochmal prüfen.

Hat jemand konkrete Zahlen, wie viel man im Jahr wirklich spart? Und gibt es noch irgendwelche Förderprogramme für eine Brauchwasserwärmepumpe in 2026, oder ist das mittlerweile weggefallen? Hab ich gelesen, dass sich da was geändert hat.

Der Sommer wäre eigentlich ein guter Zeitpunkt zum Einbau, weil wir sowieso gerade im Keller ein paar Sachen umbauen. Würde mich über eure Einschätzung freuen!

Viele Grüße
Thomas


6 Antworten
Leon B.
Beiträge: 9
(@leon-brauer)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich seh das etwas anders als die Vorredner was die Amortisation angeht. Klar, auf dem Papier sieht die Ersparnis gut aus. Aber ihr rechnet alle mit dem heutigen Strompreis. Wenn der in 3 Jahren wieder anders aussieht (in beide Richtungen!), verschiebt sich der Break-Even erheblich.

Außerdem: Zwei Durchlauferhitzer mit je 18kW, das ist schon ne ordentliche Anschlussleistung. Habt ihr da eine 3-Phasen-Absicherung die dafür ausgelegt ist? Eine BWWP braucht dagegen nur ca. 0,5–1,5 kW im Betrieb, das ist ein völlig anderes Profil. Könnte sein dass du sogar beim Netzanschluss/Tarif sparen kannst wenn du hohe Gleichzeitigkeiten reduzierst.

Für den Einbau im Sommer spricht übrigens der COP – im Sommer mit warmer Kellerluft holst du das Maximum raus, im Winter läuft die Kiste schlechter. Also wenn du sowieso umbaust, ist jetzt der richtige Zeitpunkt.


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Tim_1991
Beiträge: 39
(@tim_1991)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hab das kurz durchgerechnet: Bei drei Personen kannst du mit etwa 1.500–1.800 kWh Warmwasserbedarf pro Jahr rechnen (grobe Daumenregel ~500 kWh/Person). Mit Durchlauferhitzer (Wirkungsgrad ~99%) brauchst du also auch fast genau 1.500–1.800 kWh Strom. Bei COP 3,0 der BWWP sind das nur noch 500–600 kWh. Differenz bei 32 Cent: ca. 320 Euro/Jahr.

Klingt gut, aber wie Leon schon anmerkt: nicht zu euphorisch werden. COP 3,0 ist ein Jahresmittel, das setzt gute Aufstellbedingungen voraus. Ich hatte mich mal intensiver mit COP und SCOP befasst – der Unterschied zwischen Prospektwert und Realwert ist nicht zu unterschätzen.


Antwort
TechTom_89
Beiträge: 17
(@techtom_89)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo Thomas,

die Rechnung ist eigentlich gar nicht so kompliziert. Bei einem COP von 3,5 (realistisch im Keller im Sommer, im Winter eher 2,5) brauchst du für dieselbe Wärmemenge nur etwa 28% der Energie eines Durchlauferhitzers. Bei 32 Cent/kWh macht das bei einem dreiköpfigen Haushalt grob überschlagen 250–350 Euro Ersparnis pro Jahr.

Ich hab mich mit ähnlichen Effizienzfragen schon intensiver beschäftigt, als ich damals den Inverter vs On-Off Thread mitdiskutiert habe – der Grundgedanke ist derselbe: der COP ist keine Konstante, sondern hängt stark von den Randbedingungen ab.

Bei 1.500 Euro Anschaffung (inklusive Installation vielleicht eher 2.000–2.500 Euro gesamt) wärst du bei 4–7 Jahren Amortisation. Das ist solide, aber kein Selbstläufer. Wichtig: Dein Keller braucht genug Luftvolumen für die Wärmepumpe, sonst zieht sie sich selbst die Luft weg und der COP bricht ein. Mindestens 15–20 m³ sollten es sein.


Antwort
ThomasKreuter
Beiträge: 10
(@thomaskreuter)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Thomas, ich hatte eine ähnliche Überlegung bei mir gemacht und bin dann doch bei der BWWP gelandet. Was ich dabei unterschätzt habe: Der Geräuschpegel im Keller. Das Ding brummt, und wenn der Keller an Wohnräume grenzt, kann das stören. Bitte vorher prüfen wo du das Gerät aufstellst.

Zum Thema Förderung stimme ich Stefan zu – das ist aktuell nicht mehr so einfach wie noch 2024. Ich habe mich da auch durch Paragraphen gewühlt (kenn das aus einem anderen Zusammenhang, Stichwort Gebäudeenergieausweis vor Förderantrag), da ist Bürokratie manchmal mehr Aufwand als der Nutzen.

Konkret für deine Situation: Drei Personen, 32 Cent/kWh – ich würde sagen, du hast eine realistische Amortisationszeit von 5–8 Jahren je nach Installationsaufwand. Länger als viele denken, aber die Technik hält auch 15+ Jahre wenn sie gut eingestellt ist.


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