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Speichergröße Warmwasser für Hybrid-WP: Wie rechne ich das richtig durch?

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Marco_88
Beiträge: 56
Themenstarter
(@marco_88)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#139]

Moin zusammen,

ich stehe gerade mitten in der Planung meines Heizungsumbaus – weg von der alten Gastherme, hin zu einer Hybridlösung mit Luftwärmepumpe und Gasbrennwert als Backup. Die Fußbodenheizung ist soweit klar, aber beim Thema Warmwasserspeicher stehe ich etwas auf dem Schlauch.

Mein Anlageplaner hat mir pauschal einen 300-Liter-Speicher empfohlen, aber ich würde das gerne selbst nachvollziehen können – ich bin Projektleiter und rechne solche Sachen normalerweise lieber selber durch, bevor ich irgendwas abnicke.

Wir sind zu dritt im Haushalt (ich, meine Frau, ein Kind im Schulalter). Duschgewohnheiten würde ich als normal bezeichnen, kein Whirlpool oder sowas. Ich würde auch gerne wissen, ob die Berechnungslogik für eine reine WP anders ist als für eine Hybridlösung – weil die WP ja träger reagiert als ein Gasbrenner und der Speicher das vielleicht ausgleichen muss.

Und noch eine Frage die mich umtreibt: Jetzt im Sommer – macht es Sinn, einen bewusst größeren Speicher zu wählen, damit die WP morgens auf Vorrat heizt wenn der Strom günstig ist (wir planen später auch PV)? Oder ist das dann schon zu viel des Guten?

Freue mich über konkrete Erfahrungswerte, nicht nur Daumenregeln aus dem Datenblatt.


1 Antwort
WarmwasserMax47
Beiträge: 9
(@warmwassermax47)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi Marco,

interessante Frage, ich stehe vor einer ähnlichen Entscheidung. Bin nach einigen Jahren Pause gerade wieder tief eingetaucht in das Thema Wärmepumpe und Warmwasserbereitung – damals hatte ich noch eine Ölheizung, da war die Speicherdimensionierung deutlich einfacher.

Was ich bisher rausgefunden habe: Die Faustformel '50 Liter pro Person' die viele nennen, gilt eher für konventionelle Systeme. Bei einer WP – und erst recht bei Hybrid – sollte man eher Richtung 60–80 Liter pro Person gehen, eben weil die WP träger ist und nicht spontan nachheizen kann wie ein Gasbrenner. Für euch drei wären das also 180–240 Liter Nutzvolumen, der 300-Liter-Speicher klingt erstmal plausibel, je nach Verlustfläche und Dämmung des Speichers.

Dein Gedanke mit der PV und nächtlichem/morgendlichem Vorladen ist übrigens sehr sinnvoll – das ist quasi der Standard wenn man mal eine Anlage hat. Da lohnt sich durchaus etwas mehr Puffer. Ich hab mich zuletzt intensiv mit der Förderseite beschäftigt (Stichwort BEG-Dokumentation), aber die technische Dimensionierung ist nochmal ein anderes Thema wo ich auch noch lerne.


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