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Fußbodenheizung + Heizkörperkreis am gleichen Puffer – wie absichern?

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MarkusH.
Beiträge: 26
Themenstarter
(@markush)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#109]

Hallo zusammen,

ich plane gerade meine neue Wärmepumpenanlage und stehe vor einer Frage, bei der ich nicht wirklich weiterkomme. Ich habe zwei unterschiedliche Heizkreise: Im Erdgeschoss liegt eine Fußbodenheizung (braucht ca. 35°C Vorlauf), im Obergeschoss sind noch alte Heizkörper verbaut, die ich vorerst behalten möchte (bräuchten wohl eher 55°C, oder zumindest deutlich mehr als die FBH).

Beide Kreise sollen an einen gemeinsamen Pufferspeicher angeschlossen werden. Mein Installateur hat das kurz angesprochen, aber ehrlich gesagt war die Erklärung sehr knapp und ich bin danach nicht wirklich schlauer raus.

Meine konkreten Fragen:
– Kann ich beide Kreise einfach parallel an den Puffer hängen, oder gibt es dabei hydraulische Probleme?
– Wie regel ich die unterschiedlichen Vorlauftemperaturen? Muss für jeden Kreis ein eigenes Mischventil rein?
– Gibt es einen Standardaufbau, den man für sowas empfiehlt?

Ich habe aktuell etwas Zeit (bin gerade in der Urlaubsplanung, nutze den Sommer um solche Sachen endlich anzugehen), deswegen will ich das jetzt verstehen bevor der Herbst kommt und die Montage losgeht.

Wäre super wenn jemand das etwas verständlicher erklären kann als mein Installateur 🙂

Danke, Markus


2 Antworten
HolgerAltbau_72
Beiträge: 44
(@holgeraltbau_72)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Dem Stefan kann ich grundsätzlich zustimmen, aber ich würde noch einen Punkt ergänzen den ich aus eigener Erfahrung kenne.

Wenn deine Heizkörper im OG wirklich noch 55°C brauchen, dann lohnt es sich vielleicht mal zu prüfen ob man die nicht gegen größere Radiatoren tauscht. Bei mir war das ähnlich – Altbau, Heizkörper von vor 30 Jahren. Hab dann zwei davon ausgetauscht und die Vorlauftemperatur von 60 auf 45°C senken können. Das macht bei der Wärmepumpe über die Heizperiode ordentlich was aus.

Zum eigentlichen Thema: Die Hydraulik mit zwei Mischventilen funktioniert. Achte aber drauf dass die Pumpen der einzelnen Kreise aufeinander abgestimmt sind, sonst kann es zu ungünstigen Druckverhältnissen kommen. Hatte bei meiner Anlage anfangs das Problem dass der eine Kreis den anderen beeinflusst hat. Ein Heizungsbauer der das nicht berücksichtigt, baut dir da schnell was zusammen das in der Praxis suboptimal läuft.

Sommer ist übrigens ein guter Zeitpunkt sowas zu planen, da haben die Installateure wenigstens etwas mehr Zeit als im Oktober wenn alle gleichzeitig anrufen.


Antwort
Stefan8915
Beiträge: 41
(@stefan8915)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ja, du brauchst für jeden Heizkreis mit abweichender Vorlauftemperatur ein eigenes Mischventil (auch Thermomischventil oder motorisches Mischventil genannt). Der Puffer wird vom der WP auf die höchste benötigte Temperatur gebracht – also in deinem Fall auf die ~55°C für die Heizkörper. Der FBH-Kreis bekommt dann ein Mischventil vorgeschaltet, das die Vorlauftemperatur auf 35°C runterregelt.

Das ist ein völlig normaler Aufbau und eigentlich Standard wenn man gemischte Heizkreise hat. Hydraulisch ist das kein Problem, solange du die Pumpen und Ventile vernünftig auswählst.

Ein Hinweis: Den Heizkörperkreis ohne Mischventil direkt anzuschließen geht zwar, aber dann hast du keinerlei Temperaturregelung – das ist bei modernen WP-Anlagen eigentlich keine gute Idee, weil du die WP dann immer auf Hochtemperatur fahren musst und der COP in den Keller geht. Ich hab dazu auch schon was im COP/SCOP-Thread geschrieben, ist eigentlich das gleiche Prinzip.

Kurz: Puffer auf max. Temperatur, FBH-Kreis mit Mischventil, Heizkörperkreis entweder direkt oder auch mit Mischventil für mehr Flexibilität. Dein Installateur hat recht – die Frage ist nur ob er das gut erklärt hat.


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