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Hybridheizung: Gasbrenner und WP hydraulisch sinnvoll trennen?

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Marco_88
Beiträge: 56
Themenstarter
(@marco_88)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#124]

Hallo zusammen,

ich stehe gerade mitten in der Planung meines Heizungsumbaus und hänge an einem konkreten hydraulischen Problem. Aktuell habe ich noch eine alte Gasheizung, die ich durch eine Hybridlösung ersetzen möchte – also Wärmepumpe als Basiswärmeerzeuger, Gastherme bleibt als Spitzenlastunterstützung drin.

Mein Haus hat Fußbodenheizung im Erdgeschoss und klassische Heizkörper im OG. Das Ganze ist also schon ein gemischter Heizkreis, was die Sache nicht einfacher macht.

Jetzt meine konkrete Frage: Wie löst man das hydraulisch vernünftig, wenn zwei Wärmeerzeuger mit sehr unterschiedlichen Systemtemperaturen ins gleiche Netz einspeisen? Die WP arbeitet ja am liebsten mit 35-40°C, die Gastherme kann problemlos 70°C. Brauche ich da zwingend eine hydraulische Weiche zwischen den Erzeugern, oder reicht eine saubere Zonentrennung mit einem gut dimensionierten Pufferspeicher?

Ich hab mich im Vorfeld schon etwas eingelesen, aber in der Praxis scheint es da sehr unterschiedliche Ansätze zu geben. Mein Heizungsbauer hat mir zwei verschiedene Schaltungsvorschläge gemacht, die sich deutlich im Aufwand unterscheiden – ich würde das gerne verstehen bevor ich eine Entscheidung treffe.

Bonus-Frage: Gibt es aus eurer Erfahrung typische Fehler bei der Einbindung der Fußbodenheizung in so ein Hybridsystem, die man kennen sollte? Mich würde besonders interessieren, was im Sommer passiert wenn die WP quasi nichts tun muss – schaltet die sich dann sauber ab oder taktet die wie verrückt?

Danke schonmal!


2 Antworten
Klaus H.
Beiträge: 9
(@klaushermann25)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Moin Marco,

ich betreibe seit über 12 Jahren eine Sole-WP in Kombination mit einer Gas-Brennwerttherme, von daher kann ich dazu einiges sagen.

Die Frage hydraulische Weiche vs. Pufferspeicher zwischen den Erzeugern ist eigentlich gar kein Entweder-oder. In meiner Anlage trennt ein Pufferspeicher (300L) die WP vom restlichen Netz, und die Gastherme hängt separat über eine eigene Einbindung drauf – vereinfacht gesagt speist jeder Erzeuger von oben ein, aber auf unterschiedlichen Ebenen. So kann die Therme gezielt den Puffer auf 65-70°C laden wenn's draußen sehr kalt ist, ohne dass die WP gleichzeitig kämpfen muss.

Was die Fußbodenheizung angeht: Unbedingt darauf achten, dass du einen separaten Mischkreis mit eigenem Mischer und Pumpe für die FBH hast. Sonst riskierst du, dass bei einem Spitzenlastbetrieb der Gastherme zu heißes Wasser in die FBH-Kreise kommt – das mögen die Böden nicht und die Estrichtemperatur geht durch die Decke.

Zum Thema Sommerbetrieb und Takten hatte ich damals auch Probleme. Ich hab mir damals in diesem Thread zur Nachtabsenkung viel abschauen können was Steuerungslogik angeht – das Prinzip lässt sich auch auf Sommerbetrieb übertragen. Im Sommer hat meine WP eine Mindeststillstandszeit von 20 Minuten programmiert, das hat das Taktproblem fast komplett beseitigt.

Welche zwei Schaltungsvorschläge hat dir denn dein Heizungsbauer gemacht? Vielleicht kann man konkret sagen welcher mehr Sinn ergibt.


Antwort
Marc_85
Beiträge: 40
(@marc_85)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das Taktproblem im Sommer kenn ich gut – bei uns war das letzten Juli echt nervig. Kurze Ergänzung zu Klaus: Wenn du eh gemischte Heizkreise hast (FBH + Heizkörper), kommst du um getrennte Mischkreise eh nicht rum, das ist Pflicht. Was mich bei deiner Frage aber mehr interessiert: Hast du schon überlegt ob die WP bei dir auch passiv kühlen kann? Bei FBH im EG wäre das im Sommer eigentlich ein nettes Feature, gerade wenn's so Wochen gibt wie gerade. Bei meiner Planung für unser 90er-Jahre Haus ist das ein Hauptargument für die WP-Seite.


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