Hallo zusammen,
ich bin dabei, meine neue 8-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einer 10-kWp-PV-Anlage zu kombinieren. Beide sind noch nicht installiert, weshalb ich jetzt die Chance habe, alles smart zu planen.
Meine Vorstellung: Im Sommer die WP so steuern, dass sie hauptsächlich lädt, wenn die PV viel Strom erzeugt. Aktuell sind wir berufstätig, also tagsüber nicht zu Hause – ideal für Eigenverbrauch. Ich möchte aber nicht in ein teures Smart-Home-System einsteigen müssen, das am Ende mehr Probleme macht als löst.
Fragen:
- Welche WP-Hersteller haben schon eine eingebaute PV-Kopplung oder zumindest gute Schnittstellen (Modbus, MQTT)?
- Brauche ich wirklich einen extra Stromsensor am Hausanschluss, oder reicht die Messung zwischen PV-Wechselrichter und WP-Regelung?
- Hat jemand konkrete Erfahrung mit einer "einfachen" Lösung gemacht, die nicht nach zwei Monaten neu programmiert werden muss?
- Im Juli läuft die WP ja eher zum Warmwasser-Laden. Wie stellt ihr da die Prioriät zwischen PV-Überschuss und echtem Bedarf ein?
Freue mich auf praktische Tipps – Elektro-Fachwissen habe ich, aber Zeit für Basteln ist knapp.
Danke!
Gerne ein paar konkrete Zahlen dazu: Eine 8-kW-WP mit 10-kWp-PV ist ein sinnvolles Verhältnis, wenn du im Sommer primär Warmwasser und Kühlung im Blick hast. Die Schalthäufigkeit ist dein großer Feind bei der Regelung – je ausgefeilter die Logik, desto weniger Takten (An-Aus-Zyklen).
Zum Stromsensor: Mein Tipp wäre ein Drei-Phasen-Sensor am Hausanschluss mit SOC-Ausgabe (State of Charge) zum WP-Regler. Das ist robust und skalierbar. Kostet aber auch etwa 500–800 Euro plus Installation.
Wie sieht aktuell die Dimensionierung deines Pufferspeichers aus?
Freut mich, dass du die Frage stellst – ich müsste mich da auch mal wieder einarbeiten nach der langen Pause. Bei meinem alten Projekt damals gab's sowas noch nicht in Serie.
Aber interessant: Du sagst, keine Zeit zum Basteln. Das ist ehrlich gesagt der wichtigste Punkt. Ich würde schauen, ob die WP-Hersteller nicht mittlerweile fertige Pakete mit den gängigen Wechselrichtern haben. Lieber weniger Funktionen, aber wartungsfrei, als eine Ingenieurs-Spielerei, die du selbst debuggen musst.
Mein Tipp: Hol dir mindestens 3-4 Angebote von verschiedenen Handwerkern ein, nicht nur von den großen Ketten. Bei mir hat sich das wirklich gelohnt - die Preisunterschiede sind teilweise enorm. Achte auch darauf, dass die Angebote vergleichbar sind, also gleiche Leistung und Garantiebedingungen. Angebot vergleichen für Wärmepumpen
Hm, ich sehe hier ehrlich ein Risiko. Bei mir daheim läuft noch die alte Gasheizung mit WP-Hybrid, und die PV-Steuerung ist einfach – aber auch einfach anfällig für Fehler. Du sagst, du bist berufstätig und hast wenig Zeit. Das ist genau die Situation, wo sowas frustrierend wird, wenn es nicht läuft.
Mein Tipp: Schau nicht nur auf Kopplung, sondern auch, wie gut der Installateur bei fehlerhaften Konfigurationen helfen kann. Das ist mindestens so wichtig wie die Technik selbst.
Zur Frage im Juli: Warmwasser ist eher "nebenher". Geht damit kalkulierbar um, bricht die WP nicht aus – anders als beim Heizen.