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Kältewelle -12°C: Wer hat Verbrauchspeaks dokumentiert und wie?

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Mila K.
Beiträge: 33
Themenstarter
(@mila28)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#34]

Hallo zusammen,

ich grübele gerade – mitten im Sommer, ich weiß, etwas merkwürdig – über den letzten Winter nach. Wir hatten im Februar ja diese kurze aber heftige Kältewelle, bei uns waren es teilweise bis zu minus zwölf Grad nachts. Und ich hab in dieser Zeit gemerkt, dass unser Stromzähler in die Höhe geschossen ist, aber ich hab leider keine systematische Aufzeichnung gemacht. Das ärgert mich im Nachhinein wirklich.

Mich würde interessieren: Habt ihr in solchen extremen Kälteperioden euren Verbrauch gezielt dokumentiert? Also zum Beispiel stündlich abgelesen, Smart-Meter-Daten ausgewertet, oder irgendeine App genutzt? Und was habt ihr dann konkret festgestellt – lief die WP dauerhaft durch, oder gab es tatsächlich einzelne Spitzen?

Bei uns läuft eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (ca. 3 Jahre alt), Altbau, noch nicht vollständig saniert. Ich vermute, dass der Heizstab öfter angesprungen ist als mir bewusst war, aber ich kann es nicht belegen. Genau das will ich nächsten Winter besser machen.

Jetzt im Sommer ist ja eigentlich gute Zeit zum Vorbereiten – deswegen frage ich jetzt schon. Welche Messmethoden nutzt ihr, welche Tools, und was sollte ich mindestens festhalten, um im nächsten Winter eine vernünftige Auswertung hinzubekommen? Danke schon mal!


3 Antworten
Helmut K.
Beiträge: 16
(@h-krause)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Das ist ein Thema das mich auch beschäftigt hat. Ich hab im Rahmen meiner Überlegungen zur WW-Bereitung mit PV und Überschussladung ziemlich genau hingeschaut, was die WP in Extremsituationen zieht – und da fallen die Kälteperioden natürlich sofort auf.

Bei mir lief im Februar fast durchgehend der Heizstab mit, das hab ich über einen Shelly-Steckdosenmonitor am Hauptverteiler mitgeschnitten. Kostet nicht viel und liefert minutengenaue Daten. Die Spitzen lagen bei mir bei gut dem Doppelten des normalen Winterdurchschnitts – also richtig signifikant.

Meine Empfehlung: Schau dir einen einfachen Energiemonitor an, der per WLAN läuft und die Daten lokal speichert. Wichtig ist, dass du den Heizstab separat messen kannst, wenn möglich. Sonst siehst du nur die Gesamtlast und weißt nicht, was die WP allein zieht und was der Stab dazutut. Gerade bei einem nicht vollständig sanierten Altbau – da kann das wirklich relevant sein für deine Einschätzung ob die WP gut dimensioniert ist.


Antwort
Stefan-Koch34
Beiträge: 7
(@stefan-koch34)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Homematic IP oder ioBroker mit Smartmeter-Anbindung, dann hast du alles. Mehr brauchts eigentlich nicht.


Antwort
AltbauSkepsis44
Beiträge: 52
(@altbauskepsis44)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich seh das etwas anders als H.Krause. Nicht falsch was er schreibt, aber ich würd erstmal einen Schritt zurückgehen: Wenn du keinen Smart Meter hast und auch kein separates Monitoring, dann bring das erstmal zum Laufen bevor du anfängst Peaks zu interpretieren.

Ich selbst hab mich bei der Heizlastberechnung intensiv damit beschäftigt, was bei extremen Außentemperaturen eigentlich passiert – und der Punkt ist: ohne Grundlage weißt du gar nicht ob du ein Problem hast oder ob das alles im erwartbaren Rahmen liegt.

Ein Altbau der nicht fertig saniert ist hat naturgemäß hohe Verbräuche bei -12 Grad. Das ist erstmal keine Anomalie sondern Physik. Ob der Heizstab zu oft lief ist eine andere Frage – die kannst du nur beantworten wenn du weißt wie deine Bivalenzpunkteinstellung ist und ob die sinnvoll konfiguriert wurde. Hast du das schon geprüft? Das wäre mein erster Ansatzpunkt, noch vor irgendwelchem Monitoring-Kram.


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