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Heizlastberechnung 2026: Welche Software ist aktuell empfehlenswert?

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T.Weber
Beiträge: 14
Themenstarter
(@t-weber)
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Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#102]

Hallo zusammen,

ich plane gerade meinen WP-Einbau für den Herbst und möchte die Heizlastberechnung nicht einfach dem Installateur überlassen – zumindest soweit, dass ich die Zahlen nachvollziehen und plausibel prüfen kann. Jetzt habe ich gehört, dass es seit letztem Jahr einige neue digitale Tools gibt, die angeblich deutlich besser sein sollen als die alten Online-Rechner.

Meine Frage: Was nutzt ihr aktuell? Ich habe schon etwas von einer überarbeiteten Version des DÄMMWERK-Tools gelesen, außerdem soll es eine neue cloudbasierte Lösung von einem deutschen Anbieter geben, die direkt mit Wetterdaten von DWD koppelt. Klingt interessant, aber ich weiß nicht ob das für Laien überhaupt bedienbar ist oder ob man da Vorkenntnisse braucht.

Mein Haus ist Baujahr 1988, ca. 160m², tw. gedämmt (Dach und Obergeschoss), Fenster schon getauscht. EG noch Originalfenster aus den 90ern, wird aber diesen Sommer noch gemacht. Ich frage jetzt schon, weil ich den Sommer nutzen will um mich vorzubereiten – Urlaubszeit ist ja ideal für solche Recherchen.

Gibt es Tools, die auch den Zustand nach einer geplanten Sanierungsmaßnahme simulieren können? Das wäre für mich besonders wichtig. Und was kostet sowas – gibt es brauchbare Gratis-Versionen oder muss man zwingend zahlen?

Danke schon mal!


4 Antworten
M.Richter
Beiträge: 19
(@m-richter)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich hab mich letztes Jahr intensiv mit dem Thema Heizlastberechnung beschäftigt, u.a. auch in Zusammenhang mit dem Amortisationsthread hier im Forum. Damals waren die Tools noch ziemlich rudimentär.

Aktuell würde ich für Laien das neue HeatCalc-Tool empfehlen, das seit Anfang 2026 eine überarbeitete Oberfläche hat. Du kannst dort Bauteilschichten eingeben, also zum Beispiel deine aktuelle Fassade UND die geplante Dämmung als Szenario anlegen. Die DWD-Anbindung funktioniert recht zuverlässig – Klimaregion wird automatisch erkannt wenn man die PLZ eingibt.

Die kostenlose Version reicht meiner Meinung nach für ein Einfamilienhaus vollkommen aus. Grenzen hat sie bei Mehrfamilienhäusern mit komplexer Geometrie. Für dein Baujahr 1988 mit den beschriebenen Maßnahmen sollte das gut passen. Wichtig: Die Ergebnisse trotzdem vom Fachmann gegenchecken lassen – die Tools sind gut, aber kein Ersatz für eine DIN-12831-konforme Berechnung wenn's ums Geld geht.


Antwort
Thomas8977
Beiträge: 1
(@thomas8977)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Kurz von mir: das mit den Szenariofunktionen für geplante Sanierungsmaßnahmen ist wirklich der entscheidnde Punkt. Vor allem wenn du in einem Schritt Fenster tauschst UND danach die WP einbauen willst, musst du die Heizlast nach dem Fenstertausch berechnen, nicht den Ist-Zustand. Das klingt banal aber ich hab schon Leute gesehen die ihre aktuelle Heizlast als Basis genommen haben und dann zu groß dimensioniert hatten. Die neueren Tools machen das besser als früher, aber prüf das Feature konkret bevor du dich für eins entscheidest.


Antwort
ThomasB_1986
Beiträge: 1
(@thomasb_1986)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Tagen

Was Manfred68 sagt stimmt, die Eingabedaten sind entscheidend. Ich hab mich bei meiner eigenen Planung intensiv mit dem Thema beschäftigt, auch weil ich gleichzeitig Batteriespeicher und PV integrieren wollte – da läuft ja alles zusammen.

Für dein konkretes Szenario: Es gibt seit Anfang 2026 auch integrierte Plattformen, die Heizlast, PV-Ertrag und Speicherdimensionierung in einem Workflow durchrechnen. Wenn du eh irgendwann Richtung PV willst, könnte sich ein solches Tool lohnen. Namen nenn ich lieber nicht um keine Werbung zu machen, aber eine kurze Suche nach 'Heizlast PV Kombiplaner 2026' bringt da was.

Kostenlos vs. bezahlt: In meiner Erfahrung sind die kostenlosen Versionen gut zum Verständnis aufbauen, aber für belastbare Zahlen die man dem Installateur vorlegt würd ich eher die 8-15€ investieren die ThomasK42 schon erwähnt hat.


Antwort
AltbauSkepsis44
Beiträge: 32
(@altbauskepsis44)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich bleib da kritisch. Hab selbst einen Altbau und kenn das – diese Tools versprechen viel und am Ende muss doch der Fachmann ran weil die Ergebnisse zu ungenau sind oder der Installateur sie nicht akzeptiert. Und dann hat man doppelt gezahlt.

Für die grobe Einschätzung okay, aber ich würd keinen Euro für sowas ausgeben.


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