Hallo zusammen,
ich sitze hier grad bei über 35 Grad draußen und nutze die ruhige Ferienzeit um meine Daten vom letzten Winter nochmal aufzuarbeiten – irgendwie kommt man ja während der Heizperiode selbst nie dazu, das ordentlich zu dokumentieren.
Im Februar hatten wir hier bei uns (Mittelfranken) knapp zwei Wochen mit Temperaturen zwischen -10°C und -14°C. In dieser Zeit hat meine Wärmepumpe (Luft-Wasser, 11kW Nennleistung) zeitweise deutlich mehr gezogen als ich aus den Planungsunterlagen kannte. Ich hab das damals grob per Zwischenstecker-Messgerät mitgeschrieben, aber das war ehrlich gesagt ziemlich unstrukturiert.
Meine Frage: Wie habt ihr das bei solchen Kältephasen konkret dokumentiert? Hab ich die Wahl zwischen stündlichen Ablesungen per Hand oder gibt es da einen sinnvollen Mittelweg? Ich frage mich auch, ob es sinnvoll wäre, die Außentemperatur parallel stündlich zu loggen, um hinterher vernünftig auswerten zu können – also Verbrauch gegen Außentemperatur aufzutragen.
Hintergrund: Ich möchte für den nächsten Winter vorbereitet sein und die Peaks dann sauber dokumentieren können. Vielleicht kann ich daraus auch ableiten, ab welcher Außentemperatur der Backup-Heizstab bei mir tatsächlich einspringt.
Wer hat da Erfahrungen? Wie habt ihr das aufgebaut – Excel, App, was eigenes?
Das ist tatsächlich ein Thema, das ich auch schon eine Weile mit mir herumtrage. Bei meiner Anlage hab ich im letzten Winter gemerkt, dass die Logging-Abstände entscheidend sind – stündlich reicht für grobe Auswertungen, aber wenn du wirklich sehen willst, wann der Heizstab anläuft, brauchst du eigentlich 15-Minuten-Intervalle.
Ich nutze mittlerweile einen einfachen Shelly Pro 3EM direkt am Hausanschluss der Wärmepumpe, der loggt kontinuierlich und ich kann das über Home Assistant auslesen. Außentemperatur kommt bei mir von einer kleinen Wetterstation im Garten, die ebenfalls per WLAN angebunden ist. Das lässt sich dann in Grafana vernünftig übereinanderlegen – Temperatur auf der einen Achse, Leistungsaufnahme auf der anderen.
Zum Heizstab: Bei mir springt der zuverlässig unter -8°C an, aber das hängt stark von der eingestellten Bivalenzpunktkurve ab. Ich hab das mal in einem anderen Thread zu Split-Systemen angesprochen – die Konfiguration der Heizkurve ist da genauso relevant wie die Hardware selbst.
Für dich als Einstieg würde ich ehrlich gesagt einen Shelly empfehlen und die Daten erstmal in eine einfach CSV schreiben lassen. Excel tut's dann für die erste Auswertung völlig. Wichtig ist, dass du Zeitstempel und Außentemp wirklich parallel hast, sonst kannst du die Peaks später nicht sauber zuordnen.