Moin zusammen,
bin nach dem Winter echt am Grübeln. Meine 2022 geförderte Luft-WP schafft bei den aktuellen Frühlingstemperaturen gerade mal 45°C im Warmwasserspeicher. Im Winter waren's sogar nur 40°C bei -5°C Außentemperatur.
Jetzt steh ich vor der Entscheidung: Soll ich einen Heizstab nachrüsten (Kosten ca. 800€ plus Installation) oder war die ganze WP-Förderung vielleicht ein teurer Fehler?
Hygienisch bin ich skeptisch - Legionellen und so. Meine Frau duscht gern heiß und bei 45°C wird's eng. Elektrischer Durchlauferhitzer für's Bad wäre auch 'ne Option, aber dann frag ich mich, wozu die teure WP?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Besonders interessiert mich: Wie sind eure Verbräuche mit Heizstab vs. ohne? Bei den aktuellen Strompreisen überlege ich sogar, ob ein Gas-Hybrid nicht ehrlicher gewesen wäre.
Bin dankbar für realistische Einschätzungen, nicht nur die üblichen "WP ist super"-Antworten.
Kann deine Skepsis gut verstehen. Die 45°C sind tatsächlich grenzwertig, da hast du recht mit den hygienischen Bedenken.
Erstmal zur Analyse: Welche WP hast du denn genau und wie groß ist der Speicher? Bei ordentlich ausgelegten Anlagen sollten auch im Winter mindestens 50-55°C drin sein. Klingt nach Auslegungsproblem oder die Anlage läuft nicht optimal.
Bevor du Geld für einen Heizstab ausgibst, würde ich das System nochmal durchleuchten lassen. Oft liegt's an falsch eingestellten Parametern oder zu kleinem Speicher. Ein vernünftiger Heizungsbauer sollte das analysieren können.
Falls Nachrüstung unvermeidbar: Heizstab ist definitiv sinnvoller als Durchlauferhitzer. Du kannst ihn ja nur bei Bedarf zuschalten und trotzdem den WP-Grundbetrieb nutzen. Aber ehrlich gesagt, bei deiner Konstellation hätte ein Gas-Hybrid wirklich mehr Sinn gemacht - kostet weniger, ist wartungsärmer und bei den aktuellen Strompreisen oft auch günstiger im Betrieb.
Die Förderung war nicht umsonst, aber die Auslegung scheint suboptimal gewesen zu sein.