Hallo zusammen,
seit März läuft bei uns eine KI-basierte Heizungssteuerung von einem deutschen Startup. War anfangs super begeistert, weil das System angeblich aus unserem Heizverhalten lernt und die WP optimal taktet.
Aber mittlerweile macht mich die Sache wahnsinnig. Die KI scheint völlig durcheinander zu sein. Mal heizt sie mitten in der Nacht auf 23°C hoch (obwohl wir normalerweise bei 20°C schlafen), dann wieder lässt sie uns morgens frieren. Gestern hat sie sogar die Kühlung angeschmissen, obwohl es draußen nur 18°C waren.
Laut Hersteller "lernt das System noch" und braucht mehr Zeit. Nach 3 Monaten sollte es doch mal kapiert haben, wie wir leben? Meine Frau droht schon damit, wieder zur alten Zeitsteuerung zurückzuwechseln.
Besonders ärgerlich: Im Sommer nutzen wir die WP für Kühlung und fahren öfter mal spontan ins Wochenende. Da kann ich dem System schlecht 2 Wochen im Voraus sagen, dass wir weg sind.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wird das irgendwann besser oder ist KI-Steuerung noch zu unreif?
Das kenne ich gut, Klaus-Richter. Bei größeren Anlagen ist das noch komplizierter, weil die KI versucht, verschiedene Zonen gleichzeitig zu optimieren.
Wichtig ist meiner Erfahrung nach die Datenbasis. Wenn das System falsche Grundannahmen über euer Haus hat (Dämmstandard, Speichermassen etc.), kann es nie richtig lernen. Das sollte der Hersteller mal überprüfen.
Auch interessant: Läuft die KI lokal oder in der Cloud? Bei Cloud-Lösungen können externe Faktoren wie Wetterdaten manchmal zu seltsamen Entscheidungen führen.
Falls ihr viel unterwegs seid, wär vielleicht eine Hybrid-Lösung besser - KI für den Normalbetrieb, aber manuelle Override-Optionen für besondere Situationen.
Hey Klaus-Richter,
kenn ich! Bei mir läuft seit einem Jahr ein ähnliches System. Die ersten 4-5 Monate waren echt nervig, aber mittlerweile funktioniert es ziemlich gut.
Das Problem ist oft, dass die KI nicht nur euer Verhalten lernen muss, sondern auch das thermische Verhalten des Hauses. Bei mir hat es ewig gedauert, bis das System verstanden hat, wie schnell sich die Räume aufheizen und wie lange die Wärme gespeichert wird.
Für spontane Wochenendtrips hab ich mir eine App-Lösung gebastelt - einfach einen "Abwesend"-Button, den ich vor der Abfahrt drücke. Viele Systeme haben sowas inzwischen auch integriert.
Mein Tipp: Gib dem System noch 2-3 Monate, aber dokumentier die Probleme genau. Falls es dann immer noch verrückt spielt, liegt's wahrscheinlich am Algorithmus.
Also ich bin da sehr skeptisch bei der ganzen KI-Geschichte. Hatte vor zwei Jahren auch mal so ein "intelligentes" System getestet und nach 6 Monaten wieder rausgeschmissen.
Das Problem ist doch: Eine klassische Zeitsteuerung mit Nachtabsenkung funktioniert seit Jahrzehnten zuverlässig. Warum soll ich mir jetzt eine Black Box ins Haus holen, die ich nicht verstehe und die macht was sie will?
Bei der Kühlung im Sommer hatte ich auch schon mal Ärger - da ist Berechenbarkeit wichtiger als vermeintliche Optimierung.
Meine Meinung: Zurück zur bewährten Steuerung und die paar Euro Mehrverbrauch in Kauf nehmen. Komfort geht vor.
Hi,
bin zwar noch in der Planungsphase, aber das Thema KI-Steuerung beschäftigt mich auch. Welchen Anbieter nutzt du denn? Gibt ja mittlerweile einige am Markt.
Hast du mal geschaut, ob das System richtig kalibriert ist? Manchmal liegen die Sensordaten daneben oder die Raumtemperatur wird falsch gemessen. Bei uns im Neubau waren die Fühler erstmal komplett verstellt.
Würde auch interessieren: Kannst du die KI-Entscheidungen irgendwo einsehen? Also warum sie bestimmte Aktionen macht?