Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Optimierung meiner LWP für den Sommer. Bisher habe ich die Anlage im Juni/Juli immer auf Mindestlast laufen lassen, nur für Warmwasser. Jetzt überlege ich aber, ob es nicht sinnvoller wäre, die Wärmepumpe höher zu takten und aktiv für Kühlung zu nutzen.
Meine Überlegung: Statt nachts die Fenster aufzureißen (was bei uns wegen der Straße problematisch ist), könnte ich die WP nachts auf Kühlbetrieb schalten. Tags über ist es ja eh zu warm draußen für effektive Kühlung.
Hat jemand Erfahrung damit? Rechnet sich das energetisch überhaupt? Meine Mitsubishi hat Active Cooling, aber ich weiß nicht, ob das nur Marketing ist oder wirklich was bringt. Gerade mit PV-Anlage könnte es ja interessant werden, wenn man tagsüber den Eigenstrom für die Kühlung nutzt.
Wie macht ihr das im Sommer? Komplett abschalten oder gezielt für Raumklima nutzen?
Bei mir läuft die Kühlung seit 3 Jahren im Sommer und ich bin sehr zufrieden. Gerade nachts ist es effizient, weil die Außentemperaturen niedriger sind. Tagsüber nutze ich den PV-Strom dafür.
Wichtig: Die Vorlauftemperatur nicht zu niedrig einstellen, sonst kondensiert Wasser an den Rohren. Ich fahre 18°C Vorlauf bei 35°C Außentemperatur. Das reicht für angenehme 22-23°C im Haus.
Der Stromverbrauch ist deutlich geringer als bei einer herkömmlichen Klimaanlage. Bei meiner Nibe funktioniert das sehr gut.
Kommt auf die Anlage an. Moderne Inverter-WPs sind im Kühlbetrieb deutlich besser geworden. Meine neue Wolf kühlt sehr effizient, braucht ca. 800W für 120qm bei 28°C Außentemperatur.
Der große Vorteil: Du nutzt das vorhandene Heizsystem mit. Keine zusätzlichen Split-Geräte oder Kanalinstallation nötig. Bei Fußbodenheizung ist die Kühlung sogar sehr angenehm, weil gleichmäßig.
Mache ich auch so! Gerade mit PV lohnt sich das richtig. Tagsüber Überschuss für Kühlung nutzen, nachts läuft sie mit günstigem Nachtstrom weiter.
Ein Tipp: Nicht zu aggressiv kühlen, sonst wird's ungemütlich. 3-4 Grad unter Außentemperatur reichen völlig.
Grundsätzlich funktioniert das schon, aber die Effizienz ist nicht berauschend. Bei 35°C Außentemperatur arbeitet die WP für Kühlung mit deutlich schlechteren COP-Werten als im Heizbetrieb.
Ich würde eher auf passive Maßnahmen setzen: Verschattung, nächtliche Lüftung über automatische Fensteröffner. Das ist energetisch sinnvoller als die WP hochzutakten.
Bei PV-Überschuss kann es trotzdem Sinn machen, aber rechne mal durch, ob sich eine separate Klimaanlage nicht lohnt.