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Zwei Wärmepumpen parallel: LW-WP für Heizung + separate BWW-WP sinnvoll?

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L.Weber94
Beiträge: 11
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(@l-weber94)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche
[#64]

Hallo zusammen,

wir bauen gerade und stehen vor der Entscheidung für die Haustechnik. Unser Heizungsbauer schlägt eine Luft-Wasser-WP für die Heizung vor (Monoblock, 12 kW). Jetzt überlegen wir aber, ob wir für das Brauchwasser eine separate kleine WW-Wärmepumpe nehmen sollen, anstatt alles über die große LW-WP laufen zu lassen.

Der Gedanke dahinter: Im Sommer läuft die große WP ja kaum (nur für WW), aber die kleine BWW-WP könnte effizienter sein, weil sie speziell dafür ausgelegt ist. Außerdem könnte sie im Keller die Luft entfeuchten und kühlen - wäre ein netter Nebeneffekt.

Andererseits: Zwei Systeme bedeuten auch doppelte Wartung, mehr Komplexität und höhere Anschaffungskosten.

Hat jemand Erfahrungen mit so einer Konstellation? Ist das wirtschaftlich sinnvoll oder eher Spielerei? Bei uns sind 4 Personen, also schon ordentlich Warmwasserverbrauch.

Danke für eure Einschätzungen!


3 Antworten
Mila28
Beiträge: 15
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(@mila28)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Sehe ich etwas anders als Stefan_75! Wir haben seit 3 Jahren genau diese Kombi und sind super zufrieden. Die kleine BWW-WP (300L Speicher) läuft hauptsächlich März bis Oktober und macht dabei unseren Keller schön trocken - war vorher immer muffig.

Winter über schalten wir um auf die große WP, aber das geht automatisch über die Steuerung. Wartung ist auch kein Drama - beide machen die örtlichen Firmen.

Der Clou: Im Sommer können wir sogar passiv kühlen über die Fußbodenheizung, während die kleine trotzdem warmes Wasser macht. Das geht mit nur einer WP nicht so elegant.


Antwort
Stefan_75
Beiträge: 20
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(@stefan_75)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Hab ich auch überlegt, aber wieder verworfen. Die Sache ist: moderne LW-WPs sind heute so gut geworden, dass der Effizienzunterschied gar nicht mehr so dramatisch ist. Meine läuft im Sommer mit JAZ 3,2 für WW - völlig okay.

Dazu kommt: im Winter heizt die BWW-WP mit kalter Kellerluft, das ist dann deutlich schlechter als die LW-WP draußen bei milden Temperaturen. Unterm Strich gleicht sich das aus.

Mein Tipp: spar dir die Komplexität und investier das Geld lieber in 'nen größeren Pufferspeicher oder bessere Dämmung.


Antwort
Stefan-Mueller
Beiträge: 30
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(@stefan-mueller)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Das ist durchaus eine interessante Überlegung! Ich hatte bei meinem Split vs. Monoblock Thread ähnliche Gedanken zur Systemkomplexität.

Die separate BWW-WP hat tatsächlich Vorteile: höhere JAZ für Warmwasser (oft 3,5-4,0 vs. 2,8-3,2 bei der großen), weniger Taktung der Hauptanlage im Sommer und die Kellerentfeuchtung ist ein echter Bonus. Bei 4 Personen rechnet sich das oft nach 8-10 Jahren.

Aber: Du brauchst zwei Serviceverträge, mehr Platz und bei Ausfall der BWW-WP musst du über die große heizen (ineffizient). Ich würde es machen, wenn der Keller eh feucht ist und du die Investition verkraftest. Wichtig: hydraulische Trennung planen!


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