Hallo Kollegen,
nach der ersten Heizperiode mit meiner neuen Wasser-Wasser-WP (12kW) und der 15kWp PV-Anlage beschäftige ich mich mit der Optimierung der Energiebilanz. Die Zahlen vom Winter zeigen: Die Heizungs-WP läuft hauptsächlich nachts und morgens, wenn wenig PV-Strom verfügbar ist. Tagsüber, wenn die PV ordentlich liefert, brauche ich kaum Heizenergie.
Jetzt überlege ich, zusätzlich zur bestehenden Anlage eine separate Warmwasser-Wärmepumpe (ca. 3-4kW) zu installieren. Die könnte gezielt bei PV-Überschuss das Brauchwasser auf höhere Temperaturen bringen und so überschüssigen Solarstrom speichern. Aktuell übernimmt die Heizungs-WP das Warmwasser mit, aber das ist zeitlich nicht optimal zur PV-Erzeugung.
Meine Überlegung: Die große WP macht nur noch Heizen, die kleine nur Warmwasser - und die kann ich flexibel bei Sonnenschein laufen lassen. Hat jemand von euch Erfahrungen mit so einer Doppel-Lösung? Rechnet sich der Aufwand, oder ist das Optimierung um des Optimierens willen?
Bin gespannt auf eure Einschätzungen!
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
interessante Überlegung! Ich habe vor zwei Jahren genau das gemacht - zusätzlich zur Heizungs-WP eine separate Brauchwasser-WP installiert. Bei mir ist es eine 270L Brauchwasser-WP mit 2,3kW, die läuft über einen smarten Schalter nur wenn die PV genug Überschuss hat.
Das System funktioniert prima! Die große WP macht nur noch Heizen und läuft effizienter, weil sie nicht ständig zwischen Heizen und Warmwasser hin- und herschalten muss. Die kleine WP kann ich gezielt bei Sonnenschein laufen lassen und das Wasser auf 55-60°C aufheizen - das reicht locker für 2-3 Tage ohne Nachheizen.
Der Knackpunkt ist die Steuerung. Ich habe mir mit einem Shelly und etwas Hausautomation eine Regelung gebastelt, die ab 2kW PV-Überschuss die WW-WP startet.
Einziger Nachteil: Du brauchst Platz für den zusätzlichen Speicher und die Installation kostet natürlich. Bei mir hat sich das nach ca. 4 Jahren amortisiert, weil ich deutlich weniger Netzstrom für Warmwasser brauche.
Gruß
Helmut