Hi zusammen,
jetzt im Sommer läuft alles perfekt - WP für's Poolwasser wird super von der PV versorgt und ich hab sogar noch Überschuss für den Hausverbrauch. Aber ich grübel schon die ganze Zeit über den Winter nach...
Mein Problem: An bewölkten Wintertagen bringt meine 12 kWp PV-Anlage oft nur 2-3 kWh am Tag, aber die Wärmepumpe zieht dann locker 40-50 kWh. Das ist ein krasses Missverhältnis und ich kauf fast alles aus dem Netz teuer ein.
Batteriespeicher ist ja auch kein Allheilmittel - selbst mit 20 kWh Speicher würde das bei dem Verbrauch nur ein paar Stunden reichen. Und die Investitionskosten... puh.
Bin am überlegen, ob ich doch noch eine kleine Gas-Brennwerttherme als Backup installieren sollte für die richtig fiesen Wintertage. Dann könnte die WP an sonnigen Wintertagen laufen und bei Dauerfrost/Bewölkung spring der Brenner an.
Wie habt ihr das gelöst? Große Batterie, Hybrid-System oder einfach Zähne zusammenbeißen und teuren Netzstrom kaufen? Würde mich echt über eure Erfahrungen freuen!
Gruß
Thomas
Hi,
bei mir läufts rein elektrisch und klappt eigentlich ganz gut. Hab nen variablen Stromtarif und die WP läuft hauptsächlich nachts wenn der Strom billiger ist.
Mittlerweile gibts auch Tarife die an die Börsenpreise gekoppelt sind - da ist Strom oft günstiger wenn viel Wind weht, auch im Winter. Smart Home regelt das automatisch.
Hybrid ist nicht verkehrt, aber Gas wird auch nicht günstiger. Ich würd eher in bessere WP-Steuerung investieren.
Moin Thomas,
kann S.Richter nur zustimmen. Hybrid ist oft vernünftiger als gedacht, auch wenn's nicht so "grün" klingt.
Was noch hilft: Smart Grid Ready richtig einstellen. Meine WP lädt den Pufferspeicher gezielt vor, wenn PV-Strom da ist - auch wenns grad nicht geheizt wird. Das puffert wenigstens ein bisschen.
Und überleg mal, ob deine Heizkörper/FBH wirklich optimal sind. Bei niedrigeren Vorlauftemperaturen wird die WP effizienter und der Stromverbrauch sinkt merklich.
20 kWh Batterie für 50 kWh Tagesverbrauch ist echt Tropfen auf heißen Stein.
Hallo Thomas,
das Problem kenn ich gut. Bei mir war es ähnlich - im Sommer alles super, aber Winter war ein Graus für die Stromrechnung.
Ich hab mich nach langem Überlegen für eine Hybrid-Lösung entschieden. Kleine Gastherme als Backup für die wirklich kalten/dunklen Tage. Die WP läuft als Hauptheizung, aber wenn's unter -5°C geht oder mehrere Tage bewölkt sind, übernimmt der Brenner.
Vom wirtschaftlichen Standpunkt war das bei mir die beste Lösung. Batterie hätte sich bei dem Winterverbrauch erst nach 15+ Jahren amortisiert. Hab dazu schonmal ausführlicher geschrieben, falls dich die Zahlen interessieren.
Bivalent-parallel regelt sich das ziemlich elegant. An sonnigen Wintertagen läuft nur die WP, an trüben Tagen springt automatisch die Gastherme dazu.