Benachrichtigungen
Alles löschen

RCD Typ B wirklich Pflicht bei Wärmepumpe mit Frequenzumrichter?

2 Beiträge
2 Benutzer
0 Reactions
12 Ansichten
Rainer_H_1971
Beiträge: 6
Themenstarter
(@rainer_h_1971)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#115]

Hallo zusammen,

ich plane gerade die Elektroinstallation für meine neue Luft-Wasser-Wärmepumpe und bin jetzt beim Thema Fehlerstromschutzschalter hängengeblieben. Mein Elektriker sagt, ich brauche zwingend einen Typ B, weil der Frequenzumrichter in der Wärmepumpe auch Gleichfehlerströme erzeugen kann und ein normaler Typ A da nicht anspricht. Kostet halt entsprechend mehr, so ein Typ B ist ja deutlich teurer als ein Typ A.

Jetzt habe ich aber bei einem anderen Anbieter gelesen, dass manche Hersteller in ihrer Wärmepumpe bereits einen internen DC-Fehlerstromerkenner verbaut haben und man dann doch mit Typ A auskommt. Das verwirrt mich ehrlich gesagt ziemlich. In der Montageanleitung meiner Wärmepumpe (Daikin Altherma 3) steht dazu leider nicht eindeutig, was genau vorgeschrieben ist – oder ich lese es falsch.

Ist das wirklich so geräteabhängig, oder gibt es da eine generelle Regel? Und was ist eigentlich mit der VDE-Norm – schreibt die da etwas Konkretes vor? Ich möchte das auf jeden Fall normkonform machen, aber wenn Typ A ausreicht, wäre das natürlich günstiger. Wir wollen die Anlage noch diesen Sommer in Betrieb nehmen, bevor der Herbst kommt.

Danke schonmal für eure Einschätzungen!


1 Antwort
Heinz W.
Beiträge: 31
(@h-weber34)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Das ist tatsächlich geräteabhängig, und dein Elektriker liegt im Grundsatz nicht falsch. Die entscheidende Norm ist die IEC/EN 62423 in Verbindung mit VDE 0100-530. Grundregel: Geräte mit Frequenzumrichter können glatte Gleichfehlerströme erzeugen, auf die ein Typ A schlicht nicht reagiert – da brauchst du dann Typ B oder alternativ Typ F (der liegt zwischen A und B, erkennt pulsierende Gleichströme aber keine glatten).

Bei Daikin Altherma 3 ist das aber tatsächlich ein bisschen anders: Daikin hat in neueren Modellen einen internen Gleichstrom-Überwachungsbaustein verbaut. In dem Fall erlaubt Daikin offiziell den Einsatz eines Typ-A-FI. Das steht aber oft nicht im Haupthandbuch, sondern im ergänzenden Installationshandbuch – schau da nochmal gezielt nach dem Abschnitt "Electrical installation" und such nach "residual current device" oder "RCD type".

Mein Tip: ruf einfach direkt beim Daikin-Technikersupport an, die geben da recht konkrete Auskunft. Die Modellvariante und Baujahr sind dabei wichtig. Ich hab das bei meinem Altbau-Umbau ähnlich gemacht, war am Ende klarer als jede Forendiskussion – hatte das auch mal im Altbau-1974-Thread erwähnt, dass man bei Daikin direkt gut aufgehoben ist.

Kurz gesagt: nicht pauschal Typ B nehmen müssen, aber nur wenn Hersteller es schriftlich freigiebt.


Antwort
Teilen: