Hallo zusammen,
ich bereite gerade die Elektroinstallation für meine neue Luft-Wasser-WP vor (Installation im August geplant). Das Außengerät kommt ca. 8m vom Haus entfernt auf die Terrasse. Jetzt bin ich bei den Fehlerstromschutzschaltern unsicher.
Mein Elektriker sagt 30mA FI reicht, aber ich hab in verschiedenen Installationsanleitungen gelesen, dass bei Außengeräten wegen möglicher Feuchtigkeit auch 300mA verwendet werden. Die Herstellerunterlagen sind da nicht eindeutig - steht nur "gemäß VDE 0100" drin.
Die WP hat 11kW Anschlussleistung und einen Frequenzumrichter. Standort ist überdacht aber halt draußen, also schon wetterexponiert. In 2-3 Jahren will ich eventuell noch PV dazu, falls das relevant ist.
Wie habt ihr das gelöst? Welcher FI-Typ ist bei Außenaufstellung wirklich sinnvoll? Hab auch gehört, dass 30mA bei Feuchtigkeit zu häufig auslösen kann, stimmt das?
Bin für jeden Tipp dankbar!
Gruß Thorsten
Servus,
hab letztes Jahr bei meiner Sanierung ähnliche Diskussion mit dem Elektriker gehabt. Sind bei 30mA geblieben und läuft perfekt. Das Außengerät steht komplett frei, auch bei Gewitter nie Probleme.
Was ich aber empfehlen kann: Zusätzlich eine Überspannungsschutz einbauen lassen. Bei der Investition in die WP sollte man da nicht sparen. Kostet nicht viel aber kann teuren Schaden verhindern.
300mA macht für mich nur Sinn wenn die Leitung sehr lang ist oder besondere Umstände vorliegen.
Hi Thorsten,
wir haben bei unserer Außeneinheit einen 30mA FI verbaut und bisher null Probleme. Steht zwar auch überdacht, aber bei Wind und Regen wird's schon mal feucht. Nach 2 Jahren noch kein einziger Fehlauslösung.
Dein Elektriker hat schon recht - für Haushaltsinstallationen ist 30mA Standard. Die 300mA werden eher in der Industrie verwendet oder bei sehr langen Leitungen wegen der höheren Ableitströme.
Wichtiger ist meiner Meinung nach, dass ihr einen Typ B FI nehmt wegen dem Frequenzumrichter. Hatte hier schonmal über die Elektrik-Themen geschrieben.
Bei Außengeräten ist die Schutzart der WP entscheidender als der FI-Wert. Moderne Wärmepumpen haben meist IP54 oder besser - da ist Spritzwasser kein Problem.
30mA ist bei ordnungsgemäßer Installation völlig ausreichend. Die Norm VDE 0100-410 schreibt das so vor. 300mA würde ich nur bei wirklich problematischen Umgebungen nehmen, aber nicht prophylaktisch.
Für PV-Erweiterung: Plane am besten schon jetzt die entsprechenden Leitungen mit ein, auch wenn du erst später ausbaust. Spart später Kosten und Aufwand.
Also mal ehrlich - die ganzen FI-Diskussionen sind oft übertrieben. Hauptsache der Schutz funktioniert.
30mA ist Standard und hat sich bewährt. Warum sollte man davon abweichen? Die Hersteller würden schon schreiben wenn was anderes nötig wäre. Bei 11kW und ordentlicher Verkabelung seh ich da keine Probleme.
Bei Frequenzumrichtern aufpassen - manche produzieren Gleichfehlerströme. Dann brauchst du Typ B statt Typ A.