Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine neue Luft-Wasser-WP zu planen und beschäftige mich intensiv mit der Optimierung der Effizienz. Ein Punkt, der mich beschäftigt: die Dämmung der Rohrleitungen zwischen Außengerät und Inneneinheit.
Der Fachbetrieb verlangt für das Anbringen der Rohrdämmung einen extra Posten – das kann schnell mehrere hundert Euro ausmachen. Ich habe mir überlegt, ob ich das nicht selbst machen könnte. Es ist ja eigentlich nur Schaumstoff oder Mineralwolle um die Rohre wickeln, oder?
Meine Frage: Kann ich die Dämmung selbst anbringen, ohne dass das negative Auswirkungen auf die JAZ hat oder Gewährleistungsansprüche erlöschen? Und noch wichtiger – wie wirkt sich eine schlecht gemachte oder unvollständige Dämmung tatsächlich auf den Betrieb aus? Ich vermute, dass besonders im August, wenn die Rohre von außen warm sind, Wärmeverluste entstehen. Aber wie massiv ist der Effekt wirklich?
Vielleicht hat hier jemand Erfahrungen damit gemacht, wie sehr die JAZ sinkt, wenn man spart.
Danke für eure Einschätzungen!
Gute Frage, Thomas. Ich versuche hier mal eine zahlengestützte Antwort.
Die Wärmeverluste über ungedämmte oder schlecht gedämmte Rohre liegen realistisch zwischen 2–5% der WP-Leistung pro Meter ungedämmter Strecke, abhängig von Außentemperatur und Rohrdurchmesser. Im Sommer (August) ist der Effekt tatsächlich klein – vielleicht 0,5–1% JAZ-Verlust. Im Winter deutlich höher.
Die JAZ-Auswirkung über ein ganzes Jahr gerechnet? Eher 1–2%. Bei einer JAZ von 4,5 wäre der Unterschied zwischen gut und schlecht gedämmt also etwa 0,05–0,1 JAZ-Punkte.
Ob es sich auszahlt: Das hängt von deinen Rohrlängen ab. Bei 20m Rohren und 0,80€/kWh könnte der Jahresschaden 50–100€ sein – bei Fachbetrieb-Kosten von 300–400€ fragwürdig.
Mein Vorschlag: Dokumentiere alles, verwende hochwertiges Material (mindestens 25mm Schaumstoff) und kontrolliere nachher selbst auf Lücken.