Hallo zusammen,
ich bin seit gut zwei Jahren in diesem und anderen Foren unterwegs und lese immer wieder Erfolgsgeschichten von Leuten, die auf Wärmepumpe umgestiegen sind. Ich selbst bin noch nicht so weit – bei mir läuft noch eine Ölheizung aus den 90ern, und ich frage mich ehrlich gesagt, ob der Aufwand für mein Haus (Baujahr 1974, teilweise gedämmt, Heizkörper im Keller und Erdgeschoss, Fußboden im Dachgeschoss) wirklich Sinn macht.
Was mich interessiert: Wie war euer ganz persönlicher Weg dorthin? Nicht die technischen Daten – die kann ich selbst lesen – sondern die Geschichte dahinter. Wann habt ihr angefangen ernsthaft nachzudenken? Was hat euch überzeugt oder auch gebremst? Welche Fehler habt ihr gemacht, die ihr im Nachhinein anders machen würdet?
Ich bin grundsätzlich skeptisch, was große Investitionen angeht, und lasse mich nicht gern von Fördergeldern blenden, wenn die Grundrechnung nicht stimmt. Deshalb frage ich hier lieber echte Menschen statt Hochglanzbroschüren zu lesen.
Der heiße Sommer draußen macht mir gerade auch Gedanken – manche WP können ja kühlen, das wäre eigentlich verlockend. Trotzdem bleibe ich misstrauisch. Also: Wer erzählt mir, wie das bei ihm oder ihr wirklich gelaufen ist?
Mein Weg: Gas raus, WP rein, bereue es nicht – aber ich hab mich vorher wirklich intensiv mit den Zahlen beschäftigt. Was mich bei dir etwas stutzig macht: Du schreibst, du willst die "Geschichte" hören, nicht die Technik. Ich geb dir trotzdem beides, weil man das nicht trennen kann.
Die Geschichte bei mir war simpel: Gaspreise 2022 haben mich wachgerüttelt. Ich hab dann etwa 8 Monate Vorlauf genommen, Angebote verglichen, Heizlast selbst grob berechnet (hab mich mit COP und SCOP-Werten beschäftigt, hier gibt's dazu nen guten Thread), und dann erst den Schritt gemacht.
Dein Haus klingt nach einem Kandidaten, der machbar ist, aber nicht ohne Aufwand. Heizkörper und Fußbodenheizung gemischt – das ist eigentlich gar nicht so schlecht, weil du die niedrig temperierten Kreise für die WP nutzen kannst.
Fazit: Wer ernsthaft rechnet statt auf Bauchgefühl zu setzen, macht seltener Fehler.