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Gasheizung raus, WP rein – bin ich mit 48 Jahren noch realistisch?

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Thomas K.
Beiträge: 24
Themenstarter
(@kritiker_1978)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#58]

Hallo zusammen,

ich hab mich jetzt monatelang durch Artikel, YouTube-Videos und diverse Foren gewühlt und bin ehrlich gesagt immer noch nicht sicher, ob ich das richtig angehe. Vielleicht kann mir hier jemand mit echter Erfahrung weiterhelfen.

Kurz zum Haus: Baujahr 1978, Einfamilienhaus, ca. 160qm beheizte Fläche, Heizkörper überall außer im Bad (dort Fußbodenheizung). Gasheizung ist von 2009 und läuft noch, aber ich will nicht warten bis sie den Geist aufgibt. Dämmung ist teilweise gemacht – Dach und Kellerdecke, Fassade fehlt noch.

Meine Frage: Ist es sinnvoll, jetzt 2026 auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe umzusteigen, OHNE vorher die Fassade zu dämmen? Ich lese überall, dass die Vorlauftemperaturen mit normalen Heizkörpern zu hoch sind. Gleichzeitig höre ich, dass moderne WPs auch bei 55-60 Grad noch ganz ordentlich laufen. Was stimmt jetzt?

Und noch was: Ein Heizungsbauer hat mir ein Angebot gemacht – 28.000 Euro inkl. Montage, ohne Förderung. Mit BEG soll das auf unter 18k runtergehen. Klingt fast zu gut. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder ist da irgendwo ein Haken den ich noch nicht sehe?

Bin grundsätzlich skeptisch gegenüber allem was gerade irgendwie politisch gehypt wird, aber die Gaspreise überzeugen mich langsam doch. Danke schonmal.


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2 Antworten
TechHybrid_78
Beiträge: 10
(@techhybrid_78)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich seh das ein bisschen anders als die Vorredner. Klar, Heizlastberechnung ist wichtig – aber man muss auch realistisch sein: Ohne Fassadendämmung bei einem 78er Bau wirst du im Winter an kalten Tagen Vorlauftemperaturen brauchen, die einer WP wirklich zusetzen. Da kommt dann der Gedanke ins Spiel den ich aus eigener Überlegung kenne: Hybrid-System, also WP plus Gasbrennwert als Spitzenlastunterstützer. Die Umschalttemperaturen muss man sorgfältig wählen – da hab ich einiges dazu im Thread Hybrid-Umschaltung bei Kälte: Welche Temperaturschwelle ist optimal? diskutiert.

Ein Hybrid wäre in deinem Fall vielleicht sogar der ruhigere Einstieg: WP läuft 90% der Zeit allein, Gas nur wenn's wirklich kalt wird und die Vorlaufanforderungen hoch sind. Kosten oft günstiger in der Installation weil kleinere WP reicht, Förderung gibt's auch. Ist kein Hype, sondern ne pragmatische Lösung für genau deine Situation.

Die Fassadendämmung würd ich dann in 2-3 Jahren angehen – dann kannst du die Gas-Komponente komplett stilllegen.


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TechnikPaul_78
Beiträge: 48
(@technikpaul_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kurz und direkt: Der COP-Einbruch bei 60 Grad Vorlauf ist real, aber dein Haus wird nicht das ganze Jahr bei 60 Grad fahren. Heizkurve anpassen, Heizkörper checken – oft geht mehr als gedacht. Mach die Berechnung, dann siehst du wo du wirklich stehst.


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