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Neubau 2027: WP-Planung von Anfang an – was darf ich nicht vergessen?

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Markus H.
Beiträge: 10
Themenstarter
(@markus_h89)
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Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#115]

Hallo zusammen,

wir bauen nächstes Jahr und ich bin gerade dabei, alles zu koordinieren. Baubeginn soll Frühjahr 2027 sein, aktuell bin ich noch in der Planungsphase mit Architekt und suche jetzt schon nach Infos zur Heizung.

Mein Plan ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, weil wir kein Budget für Erdbohrungen haben und das Grundstück auch nicht so groß ist. Aber ich merke, dass ich kaum weiß, worauf ich bei der Planung im Neubau achten muss – also bevor überhaupt ein Bagger anrollt.

Konkrete Fragen:
- Wann muss ich den WP-Typ festgelegt haben? Schon beim Bauantrag?
- Wie plane ich Leitungsführung und Technikraum richtig, damit keine bösen Überraschungen kommen?
- Muss die Fußbodenheizung speziell auf die WP abgestimmt werden, oder ist das Standard?
- Lohnt es sich, direkt auch Kühlung einzuplanen? Gerade jetzt im Sommer mit dieser Hitze denke ich, das könnte sinnvoll sein
- Gibt es Punkte, die Bauherren im Nachhinein bereuen, nicht früh genug geplant zu haben?

Ich bin kein Fachmann, versuche aber so viel wie möglich selbst zu verstehen. Unser Haus wird ca. 160m² Wohnfläche haben, gut gedämmt nach aktuellen Standards.

Freue mich über jeden Tipp!

Markus


5 Antworten
SmartPump_28
Beiträge: 13
(@smartpump_28)
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Beigetreten: Vor 4 Wochen

Kurz und knapp weil ich das immer wieder lese: Bitte unbedingt einen Fachbetrieb nehmen der wirklich eine ordentliche Heizlastberechnung macht und nicht einfach pauschal 10kW reinschreibt weil "160m² Neubau". Ich hab in nem anderen Thread schon erklärt warum ein Hausbesuch und echte Berechnung so wichtig sind – gilt beim Neubau genauso, auch wenn noch nichts steht. Dann lieber auf Basis der Baupläne und U-Werte rechnen lassen.

Ansonsten: FBH und WP passen im Neubau fast immer gut zusammen, da würde ich mir keine großen Sorgen machen. Vorlauftemperaturen unter 35°C sind im gut gedämmten Neubau absolut realistisch, das macht die WP sehr effizient.


Antwort
Sarah96
Beiträge: 40
(@sarah96)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hi Markus,

die Frage kenne ich gut – ich hab mich damals auch zu spät mit der Dimensionierung beschäftigt und das bereut. Beim Neubau hast du den großen Vorteil, dass du alles von Anfang an richtig machen kannst.

Wichtigster Punkt für mich: Die Heizlastberechnung muss vor allem anderen stehen. Nicht einfach irgendwas nehmen, was der Installateur "erfahrungsgemäß" nimmt. Ich hab damals erlebt wie sowas schiefgehen kann, dazu gibts auch einen älteren Thread hier: WP läuft im Winter permanent - habe ich zu klein dimensioniert? – lesens wert!

Zur Kühlung: Ja, unbedingt einplanen, gerade bei Fußbodenheizung geht passive Kühlung oft einfach und günstig. Wenn die Leitungen und der Verteiler schon passen, kostet die Aktivierung später fast nichts extra. Bei diesem Sommer würde ich keine Sekunde zögern.

Technikraum: Mindestens 8-10m², du wirst es nicht bereuen. Viele planen zu knapp und haben dann keinen Platz für Pufferspeicher oder Trinkwarmwasserspeicher.


Antwort
Tobias-Renner
Beiträge: 8
(@tobias-renner)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Moin,

beim Bauantrag selbst musst du den WP-Typ normalerweise noch nicht festgelegt haben, aber spätestens wenn die Haustechnikplanung beginnt, sollte das stehen. Bei Luft-Wasser-WP brauchst du auf jeden Fall frühzeitig den Standort des Außengeräts klären – Schallschutz zum Nachbarn, Abstand zur Grundstücksgrenze und ob Split oder Monoblock.

Ich hab mich kürzlich intensiv mit Erdwärmepumpen beschäftigt (Erdwärmepumpe: Wie läuft der gesamte Prozess von Bohrung bis Erststart ab?), aber für deinen Fall mit begrenztem Budget und Grundstücksgröße klingt Luft-Wasser erstmal sinnvoll.

Was viele unterschätzen: Die Stromzuleitung zum Außengerät muss schon beim Rohbau verlegt werden, das ist später aufwendig nachzurüsten. Und ein separater Stromzähler für die WP kann für Tarife relevant sein – mit dem Elektriker frühzeitig besprechen.


Antwort
Stefan-Berger
Beiträge: 30
(@stefan-berger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Als jemand der sich viel mit Heizlastberechnungen beschäftigt: Im Neubau habt ihr den Vorteil, dass die Gebäudehülle klar definiert ist und eine saubere Berechnung nach EN 12831 gut möglich ist – vorausgesetzt ihr habt vollständige Baupläne mit allen U-Werten.

Ein Punkt den ich hier noch nicht gelesen hab: Die Lage der Heizkörperverteiler und Steigleitungen muss mit der WP-Planung abgestimmt sein. Klingt trivial, führt aber in der Praxis zu Problemen wenn Haustechnikplaner und WP-Installateur nicht miteinander reden.

Außerdem: Warmwasserbereitung nicht vergessen. Separater Warmwasserspeicher oder Kombigerät – das beeinflusst die WP-Wahl und den Platzbedarf erheblich. Bei 160m² und vermutlich Familie würde ich mindestens 300 Liter Trinkwarmwasser einplanen, besser 400.

Für die Kühloption: Technisch machbar bei vielen Geräten, aber lasst euch den hydraulischen Einbindung genau erklären – nicht alle FBH-Verteiler und Regelungen sind dafür ohne weiteres geeignet.


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