Hallo zusammen,
neu hier im Forum und stecke gerade mitten in der Planung unseres Neubaus. Wir bauen ein Einfamilienhaus (ca. 160m², KfW40) und haben uns für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entschieden. Jetzt streiten sich gefühlt alle Fachleute, mit denen ich gesprochen habe, darüber ob eine Fußbodenheizung zwingend notwendig ist oder ob man auch mit gut ausgelegten Niedertemperatur-Heizkörpern arbeiten kann.
Ich habe mich schon ein bisschen in die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 eingelesen und verstehe grundsätzlich, dass niedrige Vorlauftemperaturen für die Effizienz der WP entscheidend sind. Aber reicht dafür nicht auch ein gut dimensionierter Heizkörper aus, wenn die Heizlast klein genug ist?
Was mich aber noch mehr interessiert, weil wir gerade Juli haben und es draußen brutal heiß ist: Kann ich über die Fußbodenheizung im Sommer auch kühlen? Ich habe gelesen, dass das mit sogenannter passiver Kühlung geht und die WP dabei kaum Strom braucht. Ist das wirklich so unkompliziert oder gibt es da Haken, die mir noch niemand erklärt hat – Stichwort Taupunkt, Kondensatbildung etc.?
Bin für jeden Erfahrungsbericht dankbar, vor allem von Leuten die das schon im Neubau durchgeplant oder gebaut haben.
Kurz gesagt: FBH ist keine Pflicht, aber im Neubau eigentlich Standard und ich würd's nicht weglassen. Die Mehrkosten beim Rohbau sind überschaubar, nachträglich einbauen hingegen ist ein Alptraum.
Zur Kühlung – passiv klappt das bei Sole-WP deutlich entspannter als bei Luft-WP. Bei Luft-WP läuft in der Regel aktive Kühlung, also mit Kompressor, was Strom kostet. Nicht viel, aber der Unterschied zum "kostenlosen" passiven Kühlen sollte dir bewusst sein bevor der Installateur das als großes Argument verkauft.