Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mich intensiv mit der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 auseinanderzusetzen – und zwar selbst, nicht vom Installateur, der mir eine Zahl hinhaut die ich nicht nachvollziehen kann.
Mein Misstrauen gegenüber Heizungsbauern und deren Daumenregel-Dimensionierungen ist ja bekannt. Ich will die Eingangswerte selbst kontrollieren können, bevor irgendwer eine zu große oder zu kleine Pumpe einbaut.
Ich habe mir die Norm im Groben angeschaut. Was mich konkret beschäftigt:
1. Welche Bauteilkennwerte brauche ich wirklich zwingend (U-Werte, Infiltration, thermische Masse)? Und wo ist der größte Fehler versteckt, wenn man die Daten nicht präzise ermittelt?
2. Wie setze ich die Normaußentemperatur korrekt an? Ich bin im Mittelgebirge, da würde mich interessieren ob da ein Korrekturfaktor rein muss oder ob der TRY-Datensatz reicht.
3. Gibt es Bereiche in der Berechnung wo Planer systematisch mogeln – also Annahmen die immer zu einer höheren Heizlast führen?
Ich frage das bewusst im Sommer, weil ich jetzt Zeit habe mich reinzuarbeiten und im Winter dann echte Messwerte gegen meine Berechnung stellen will. Am Wärmemengenzähler werd ich das dann schon sehen ob die Rechnung gestimmt hat.
Wer hat das selbst durchgezogen und kann berichten wo die größten Stolperstellen lagen?