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Betriebskosten LW-WP vs. Sole-WP im Altbau: Eure echten Zahlen?

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Marcus-Weinberg
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Themenstarter
(@marcus-weinberg)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Woche
[#118]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich beruflich mit energetischer Sanierung von Bestandsgebäuden und stehe regelmäßig vor der gleichen Grundsatzfrage: Luft-Wasser oder Sole-Wärmepumpe, und was bedeutet das konkret für die laufenden Betriebskosten im Altbau?

Die Theorie kenne ich gut genug – höhere JAZ bei Solepumpen, dafür deutlich höhere Investitionskosten für Bohrung oder Kollektor. Was mir aber fehlt sind belastbare Praxiswerte aus dem echten Betrieb, speziell bei unsanierten oder teilsanierten Bestandsgebäuden, also Häuser aus den 60ern bis 80ern mit noch nicht optimaler Dämmung und oft höherem Vorlauftemperaturbedarf.

Konkret interessiert mich: Wie stark schlägt sich der Effizienzunterschied zwischen LW- und Sole-WP wirklich im Jahresstromverbrauch nieder, wenn das Gebäude baulich nicht ideal ist? Gibt es hier Erfahrungen mit realen Stromkosten, vielleicht sogar über mehrere Jahre?

Ich frage auch deshalb, weil ich bei meinen Projekten zunehmend feststelle, dass viele Kunden die Betriebskostendifferenz langfristig unterschätzen und zu schnell zur günstigeren LW-WP greifen. Gleichzeitig ist die Bohrung im Bestandsgebäude manchmal schlicht nicht machbar – Grundstücksgröße, Bebauungsplan, Kosten.

Würde mich über konkrete Zahlen, Vergleiche oder auch Misserfolge freuen. Danke!


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1 Antwort
S.Weber90
Beiträge: 4
(@s-weber90)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Interessante Frage, Marcus W. Bei uns ist das ähnlich – wir haben vor zwei Jahren eine LW-WP in einem unsanierten 70er-Jahre-Haus installiert. JAZ liegt realistische bei 2,8 bis 3,1, je nach Winter. Die Sole-Variante hätte hier keine Bohrung ermöglicht, Grundstück zu klein.

Ehrlich gesagt: Bei älteren Häusern mit hohem Vorlauftemperaturbedarf merkst du den Effizienzunterschied schon im Stromverbrauch. Wir zahlen für ähnliche Quadratmeter deutlich mehr als Bekannte mit Sole. Allerdings müsste man das gegen die 20k-30k Euro Bohrung aufrechnen – da braucht es Jahre, bis sich das rentiert.

Was mich interessiert: Habt ihr bei euren Projekten schon mit Wasser-Wasser-Varianten experimentiert, wenn Grundwasser vorhanden ist? Das könnte ja auch für Altbauten eine Option sein, ohne die Bohrkosten. Kühlung im Sommer wäre dann auch gelöst.


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