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Pufferspeicher beim Altbau: echte Kostenersparnis oder nur Mehrausgabe?

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WaermeFuchs88
Beiträge: 8
Themenstarter
(@waermefuchs88)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#130]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, mein Reihenhaus aus den 70ern auf Wärmepumpe umzurüsten und beschäftige mich intensiv mit der Systemplanung. Mein Installateur empfiehlt mir einen Pufferspeicher (ca. 200-300 Liter), aber ich bin ehrlich gesagt noch unsicher ob sich das wirklich rechnet.

Die Anschaffungskosten für einen ordentlichen Pufferspeicher liegen ja nochmal bei 800-1.500€ plus Einbau, und das Ding braucht auch Platz, den ich im Altbau nicht im Überfluss habe. Der Heizraum ist jetzt schon recht beengt.

Der Installateur sagt, der Pufferspeicher schützt die Wärmepumpe vor zu häufigem Takten und verlängert die Lebensdauer. Das klingt einleuchtend, aber konkret ausgerechnet hat er mir das nicht. Wie viele Starts/Stunde sind eigentlich noch ok und ab wann wird's wirklich schädlich?

Im Altbau mit meiner (noch nicht sanierten) Gebäudehülle habe ich ja vermutlich ohnehin einen größeren Wärmebedarf, spielt das eine Rolle? Und wie ist das im Sommer eigentlich – wenn die Heizung sowieso kaum läuft und nur Warmwasser gemacht wird, macht ein Pufferspeicher dann überhaupt Sinn?

Hat jemand konkrete Erfahrungswerte, ob sich der Pufferspeicher auf die Jahresstromrechnung oder die Lebenserwartung der WP messbar auswirkt? Freue mich über echte Zahlen statt Verkäufergerede.


2 Antworten
Klaus_1952
Beiträge: 46
(@klaus_1952)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich kann dazu mit echten Daten dienen. Meine Luft-Wasser-WP läuft seit 2021, ich habe die Taktraten von Anfang an aufgezeichnet.

Ohne Pufferspeicher hatte ich in der Übergangszeit (März/April) bis zu 8-10 Starts pro Stunde – das ist definitiv zu viel und belastet Verdichter und Schaltschütz erheblich. Nach Einbau eines 200L-Puffers im zweiten Winter: maximal 2-3 Starts/Stunde in derselben Wetterlage. Die meisten Hersteller empfehlen unter 3 Starts/h als Zielgröße, manche nennen sogar 6 als Obergrenze – aber das ist meiner Meinung nach schon grenzwertig.

Zur Wirtschaftlichkeit: Den reinen Strommehrverbrauch durch Takten habe ich mit ca. 80-120 kWh/Jahr beziffert (Wärmeverluste im Puffer gegengerechnet). Das ist kein riesiger Betrag. Der eigentliche Mehrwert liegt in der verlängerten Verdichterlebensdauer – schwer zu beziffern, aber ich schätze 3-5 Jahre mehr Standzeit realistisch.

Bei einem Altbau aus den 70ern mit noch nicht sanierter Hülle und entsprechend höherem Wärmebedarf ist das Taktproblem übrigens meistens weniger ausgeprägt als bei gut gedämmten Gebäuden. Das solltest du im Hinterkopf behalten.


Antwort
Markus28
Beiträge: 0
(@markus28)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Tagen

Hi Tobias, gute Frage! Ich bin selbst noch in der Planungsphase und hab mich das auch gefragt. Was ich bisher rausgefunden habe: Beim Altbau mit höherem Wärmebedarf taktet die WP tendenziell seltener als bei gut gedämmten Neubauten, weil sie einfach länger laufen muss um die Wärme reinzubringen. Das spricht dann etwas weniger für einen Pufferspeicher als im Neubau.

Aber: Für die Warmwasserbereitung im Sommer, wenn die Heizung stilliegt, kann der Puffer schon Sinn machen – je nachdem wie dein System aufgebaut ist. Hab dazu mal was im BAFA-Thread gelesen, wie PV-Überschuss und WP-Steuerung zusammenspielen können, das hängt alles irgendwie zusammen.

Ich würde auf jeden Fall einen zweiten Kostenvoranschlag holen und den Installateur konkret nach der Amortisationsrechnung fragen. Wenn er die nicht liefern kann, ist das schon ein Zeichen.


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