Hallo zusammen,
Ich bin gerade dabei, mich nach langer Pause wieder mit Wärmepumpentechnik auseinanderzusetzen. Jetzt möchte ich bei meinem geplanten Sanierungsprojekt eine Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Erdwärme einbauen lassen.
Dabei bin ich auf das Thema Normen und Vorschriften gestoßen und ehrlich gesagt etwas verwirrt: Mein Handwerker redet von GEG 2026, mein Energieberater spricht noch von der alten EnEV, und irgendwo habe ich auch von VDI 4640 und DIN EN 12831 gelesen.
Was gilt denn jetzt wirklich konkret für eine Erdwärmesonde? Muss mein Planer alle diese Normen einhalten, oder sind einige davon überholt? Und spielt es eine Rolle, ob ich Förderung beantrage oder nicht?
Ich möchte nicht unnötig Zeit verschwenden, aber auch sichergehen, dass alles korrekt geplant wird – besonders bei der Dimensionierung und Warmwasserbereitung.
Danke für eure Erfahrungen!
Hallo Martin,
da bin ich gerade mittendrin bei meinem Neubau und habe mich mit den gleichen Fragen rumgeschlagen! Also: GEG 2026 ist noch nicht in Kraft, das kommt 2026. Aktuell gilt noch die EnEV, aber praktisch ist sie seit 2020 ins GEG übergegangen – die meisten reden aber noch von beiden durcheinander.
Für deine Erdwärmesonde brauchst du auf jeden Fall die VDI 4640 (Thermische Nutzung des Untergrunds). Das ist quasi der Standard für Bohrungen. Die EN 12831 ist für die Heizlastberechnung – die braucht dein Planer sowieso, egal ob Förderung oder nicht.
Wenn du BAFA-Förderung haben möchtest, wird's strenger: Da musst du ein Energieeffizienz-Zertifikat nach DIN EN 15378 und eine ordnungsgemäße Heizlastberechnung nachweisen.
Mein Tipp: Lass dir von deinem Planer schriftlich bestätigen, dass er nach VDI 4640, EN 12831 und den aktuellen GEG-Anforderungen plant. Dann bist du auf der sicheren Seite. Bei der Warmwasserbereitung würde ich auch klären, ob Speicher oder Frischwasserstation – das hat auch Auswirkungen auf die Planung.
Welches Bundesland bist du denn? Manchmal gibt's da auch noch regionale Besonderheiten.