Moin zusammen,
ich bin gerade bei der Planung einer Wasser-Wasser-WP für einen Neubau und stoße auf die klassische Frage: Braucht die Anlage eine dedizierte Zuleitung vom Stromkasten oder reicht es, sie an die bestehende Hauptverteilung anzuhängen?
Aus meiner 8-jährigen Praxis mit W-W-Systemen kenne ich beide Szenarien. Bei den meisten größeren Anlagen (ab 10-12 kW) empfehle ich mittlerweile eine separate Zuleitung, auch wenn die Hauptverteilung theoretisch ausreicht. Der Grund: Spannungsabfälle vermeiden, EMV-Probleme ausschließen und die Anlage später einfacher zu regeln.
Aber: Im Sommer wie jetzt sehe ich immer wieder Projekte, wo der Netzbetreiber bei separaten Leitungen nervös wird – Anmeldungsprozesse ziehen sich in die Länge. Andererseits hatte ich auch zwei Fälle, wo eine Hauptverteilerlösung zu Taktverhalten führte.
Wie handhabt ihr das? Gibt es da mittlerweile Richtwerte, bei denen separate Zuleitung Pflicht ist? Oder seid ihr pragmatischer und schaut case-by-case?