Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine neue Luft-Wasser-WP zu planen und möchte das Ganze möglichst smart aufsetzen – idealerweise so, dass ich von meinem Büro aus die Warmwasserbereitung und Heizung optimieren kann. Dazu habe ich aber erst mal eine grundsätzliche Frage:
Welcher Leitungsquerschnitt ist eigentlich zwingend vorgeschrieben für den Anschluss einer Wärmepumpe? Mein Elektriker meinte etwas von 6er oder 10er Leitungen, aber ich möchte wissen, ob das wirklich Pflicht ist oder ob es auch kleinere Querschnitte geben kann.
Gibt es da klare Normen (DIN, VDE?) oder hängt das von der WP-Leistung ab? Und kann ich das Smart-Home-Setup später noch problemlos nachrüsten, ohne die Elektrik neu zu verlegen?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Viele Grüße,
Thomas
Hallo Thomas,
da gibt es klare Vorgaben: Der Leitungsquerschnitt wird nach VDE 0100-602 und den Herstellervorgaben berechnet – entscheidend ist die Stromaufnahme deiner WP und der Verlegeweg. Bei einer typischen 10-12 kW Luft-Wasser-WP brauchst du meist 6 mm² (bei kurzen Distanzen) oder 10 mm² (bei längeren Wegen).
Das ist nicht optional: Die Absicherung (Leitungsschutzschalter) muss zur maximalen Stromaufnahme passen, und der Querschnitt muss dann diese Absicherung tragen können. Sonst drohen Überhitzung und Brandgefahr.
Faustregel: Schau ins Datenblatt deiner WP, ermittle die Stromaufnahme in Ampere, miss die Entfernung vom Verteiler zur Außeneinheit – dann kann dein Elektriker den korrekten Querschnitt nach Spannungsabfall berechnen. Meist liegt man mit 10 mm² auf der sicheren Seite.
Das Smart-Home-Setup (Monitoring, Steuerung) läuft über separate dünne Signalkabel (z.B. Cat6 oder RS485) – die musst du natürlich parallel mitziehen, aber das ist unabhängig von der Stromversorgung.
Klaus