Moin zusammen,
ice bin gerade dabei, meine 30 Jahre alte Ölheizung gegen eine Wärmepumpe zu tauschen und bin ehrlich gesagt verunsichert von all den technischen Anforderungen, die da auf mich zukommen. Das ganze Zeug mit JAZ und Stromverbrauch – wenn ich mir die Hochglanz-Prospekte anschaue, klingt das immer so einfach und rentabel.
Mein Problem: Mein Haus ist aus den 90ern, relativ ungedämmt noch. Der Elektriker meint, dass mein jetziger Hausanschluss nur 25A hat und für die WP ne separate Leitung nötig wäre. Die geplante Luft-Wasser-WP hat ca. 9kW. Kann ich die nicht einfach über nen separaten 16A-Stromkreis vom Verteiler betreiben? Will nicht gleich wieder teure Umbauten am Hausanschluss durchziehen.
Wie sieht das realistisch aus im Altbau? Hat da schon jemand ne ähnliche Situation gehabt? Über ehrliche Erfahrungen wär ich dankbar.
Hallo AltbauSkepsis44,
da muss ich dir leider klare Grenzen aufzeigen: 16A ist technisch und sicherheitstechnisch nicht ausreichend. Bei einer 9-kW-Wärmepumpe brauchst du mindestens 32A (400V Drehstrom), eher 40-50A für ein stabiles System ohne ständige Überlastung. Das ist nicht Spielraum, sondern Norm – VDE 0100 und die Herstellervorgaben lassen da nichts durchgehen.
Dein 25A-Gesamtanschluss ist tatsächlich ein echtes Problem. Entweder Hausanschluss aufstocken (kostet 1.500-3.000€ je nach Netzbetreiber) oder du brauchst eine kleinere WP oder Hybrid-Lösung mit Gas. Mitttelding gibt es da leider nicht, ohne dass du ständig in Problemen steckst – Schmelzsicherungen raus, Fehler in der Elektrik, am Ende teurer als jetzt.
War bei meinen Recherchen zum Neubau ähnlich: Die Kosten für die Elektrik sind oft unterschätzt.
Zum realistisch bleiben: 16A genügt nicht, das ist leider Fakt. Deine WP benötigt die volle Leistung und kann nicht auf 16A gedrosselt werden – das würde zu Störungen und Problemen führen. Du brauchst wirklich einen neuen Hausanschluss oder eine andere Lösung.