Hallo zusammen,
ich begleite gerade ein Sanierungsprojekt im Bestandsgebäude und stehe vor der Frage, welche Elektroarbeiten an der WP wirklich ein staatlich geprüfter Elektriker machen muss – und wo ich selbst Hand anlegen kann, ohne in rechtliche Grauzone zu geraten.
Konkret geht es mir um:
- Kabel von der Hausverteilung zur WP-Außeneinheit verlegen (Verlegeweg schon geplant)
- Stecker-Verbindungen zwischen Außen- und Inneneinheit herstellen
- Sicherungsautomaten einbauen und Fehlerschutzschalter anschließen
- kleinere Umverdrahtungen an der Steuerung (Schaltplan vorhanden)
Ich habe handwerkliche Erfahrung und bin mit Schaltplänen vertraut, aber keine formal ausgebildete Elektrofachkraft. In meinen bisherigen Projekten habe ich gemerkt: bei manchen Arbeiten sagen Fachleute "braucht man einen Elektriker", aber ob das rechtlich bindend ist oder eher eine Absicherungsmaßnahme, bleibt oft unklar.
Wo verläuft die echte Grenze zwischen DIY und Pflicht-Fachbetrieb? Und was kann mir später bei der Abnahme oder Versicherung zum Nachteil ausfallen?
Hallo Thomas K.,
da würde ich dir ganz klar raten: Lass den Elektriker hin. Die Punkte die du aufzählst, vor allem die Sicherungsautomaten und der Fehlerschutzschalter – das ist definitiv Fachbetrieb. Das sind nicht irgendwelche Kleinigkeiten, da geht es um deine Sicherheit und die deiner Familie.
Bei mir war es ähnlich, ich wollte auch sparen. Aber am Ende hat mir der Elektriker gesagt, dass ohne seine Unterschrift die ganze Installation nicht anerkannt wird – weder bei der Versicherung noch bei späteren Wartungen oder Reparaturen. Das würde ich mir echt sparen wollen? Nee.
Die Stecker-Verbindungen zwischen den Einheiten – da kannst du notfalls mithelfen und schauen, aber auch das sollte der Fachmann prüfen. Kabel verlegen ist vielleicht noch machbar, aber dann brauch der Elektriker trotzdem Zeit zum Kontrollieren.
Ist nicht sexy, kostet Geld, aber glaub mir: Das ist der sichere Weg. Lieber ein bisschen mehr ausgeben, als später Probleme zu kriegen.
Markus