Benachrichtigungen
Alles löschen

Versicherungsschutz bei fehlerhafter DIY-Kältemittelbefüllung?

4 Beiträge
4 Benutzer
0 Reactions
7 Ansichten
TechnikPaul_78
Beiträge: 35
Themenstarter
(@technikpaul_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#50]

Hi Leute,

ich plane für den Herbst eine Split-Wärmepumpe und überlege, was ich selbst machen kann und was nicht. Ein Bekannter meinte, die Kältemittelbefüllung könnte ich theoretisch auch selbst machen - ist ja "nur" Anschlüsse dichtmachen und befüllen.

Nun meine Frage: Was passiert eigentlich versicherungstechnisch, wenn ich dabei einen Fehler mache? Wenn z.B. durch undichte Verbindungen Kältemittel austritt oder sogar die Anlage kaputt geht?

Bin da ziemlich unsicher - einerseits würde ich gerne sparen, andererseits will ich nicht am Ende auf einem Schaden sitzen bleiben. Hat da jemand Erfahrung oder weiß, was Versicherungen in so einem Fall sagen?

Die Sommerzeit nutze ich gerade für die Planung, damit im Herbst alles steht. Aber bei dem Punkt Kältemittel bin ich echt unsicher geworden.


Schlagwörter für Thema
3 Antworten
SilentHeat_87
Beiträge: 18
(@silentheat_87)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Da muss ich Marco widersprechen - so pauschal stimmt das nicht. Kommt sehr auf die Versicherung und den konkreten Fall an.

Bei kleineren R32-Anlagen unter 3kg Füllmenge ist kein Sachkundenachweis nötig. Hab mich bei meinem Versicherer (Allianz) erkundigt - die sagten, solange ich saubere Arbeit mache und dokumentiere, ist das kein Problem für die Gebäudeversicherung.

Wichtiger Punkt: Du musst beweisen können, dass du nach "anerkannten Regeln der Technik" gearbeitet hast. Also ordentliche Dichtheitsprüfung, richtige Werkzeuge, alles dokumentiert. Wenn du das nicht kannst und später was passiert, wirds schwierig.

Mein Tipp: Ruf einfach bei deiner Versicherung an und frag direkt nach. Dauert 5 Minuten und du hast Klarheit.


Antwort
Marco98
Beiträge: 17
(@marco98)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Also ich hab bei meiner Split-WW-Wärmepumpe damals auch überlegt, ob ich das Kältemittel selbst befülle. Hab dann aber doch den Fachmann rangelassen.

Zur Versicherung: Meines Wissens nach ist das ein ziemlich heikles Thema. Wenn du ohne entsprechende Sachkunde an Kältemittelleitungen arbeitest und dabei was schief geht, kann die Gebäudeversicherung die Zahlung verweigern. Die argumentieren dann mit grober Fahrlässigkeit.

Außerdem brauchst du für manche Kältemittel sogar einen Sachkundenachweis - das ist gesetzlich vorgeschrieben. Ohne den darfst du eigentlich gar nicht ran. Würde an deiner Stelle lieber die paar hundert Euro für den Fachmann zahlen, als am Ende auf nem großen Schaden sitzen zu bleiben.


Antwort
R.Hoffmann
Beiträge: 27
(@r-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Aus fachlicher Sicht muss ich hier klar warnen. Die Kältemittelbefüllung gehört definitiv nicht in Laienhand, auch wenn das gesetzlich bei kleineren Mengen erlaubt ist.

Das Problem liegt nicht nur bei der Versicherung, sondern auch bei der Betriebssicherheit. Eine falsche Befüllung kann zu Kompressorschäden führen, die schnell mal 2000-3000 Euro kosten. Außerdem: Selbst wenn die Anlage erstmal läuft, können sich Fehler erst nach Monaten bemerkbar machen.

Bei der Versicherung wird es spätestens dann problematisch, wenn ein Sachverständiger feststellt, dass die Installation nicht fachgerecht war. Dann greift oft der Ausschluss wegen grober Fahrlässigkeit.

Meine klare Empfehlung: Lass die Finger davon. Die Ersparnis von 300-500 Euro steht in keinem Verhältnis zum Risiko. Es gibt genug andere Gewerke bei einer WP-Installation, wo du als Laie sinnvoll sparen kannst.


Antwort
Teilen: