Ich hab ähnliche Überlegungen gehabt als ich meine WP dimensioniert hab (da war ich schon tief im Thema drin, auch wegen der Laufzeiten im Permanentlauf-Thread). Am Ende hab ich den Elektroanschluss komplett dem Fachbetrieb überlassen und bereue es nicht.
Ein Punkt den Leon noch nicht erwähnt hat: Wenn du die Zuleitung selbst vorbereitest, achte unbedingt auf den richtigen Kabelquerschnitt. Viele unterschätzen das – bei 32A Absicherung brauchst du mindestens 6mm² NYM oder besser gleich 10mm² wenn die Leitung länger ist. Das muss mit dem Elektriker abgestimmt sein bevor du das Kabel kaufst, sonst hast du entweder zu dünnes Kabel verlegt oder unnötig Geld ausgegeben.
Die 1.800 Euro klingen viel, aber wenn du 4-5 Stunden Arbeit selbst machst (Schlitze stemmen, Rohre legen, Kabel einziehen) dann reduziert sich das beim Elektriker vielleicht auf 900-1.100. Das ist realistisch.
Das Thema kenne ich gut, hab mich da selbst intensiv eingelesen bevor ich meine WWP angeschlossen hab. Kurze Antwort: Kabeltrasse vorbereiten, Leerrohre legen und das Kabel einziehen – das ist alles völlig legal als Eigenleistung. Du machst damit im Grunde nur Bauarbeiten, keine Elektroinstallation.
Der entscheidende Punkt ist: Alles was spannungsführend wird, also der Anschluss im Verteiler, die Absicherung, der finale Anschluss am Gerät – das muss eine eingetragene Elektrofachkraft machen. Das ist in Deutschland keine Empfehlung sondern Pflicht, und die meisten Hausratversicherungen bestehen da auch drauf.
Die Anmeldung beim Netzbetreiber ist tatsächlich Pflicht bei Geräten über 3,68 kW Anschlussleistung, also bei jeder normalen Wärmepumpe. Das läuft über den Elektriker der den Anschluss macht – der reicht das dann ein. Du kannst das nicht selbst anmelden, weil du dafür als eingetragenes Unternehmen im Installateurverzeichnis sein müsstest.
Mein Tipp: Mach die Vorarbeiten selbst, spar da vielleicht 3-4 Stunden Handwerkerzeit. Aber den eigentlichen Elektroanschluss würde ich wirklich nicht anfassen – das ist der falsche Ort zum Sparen.