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BEG-Antrag abgelehnt wegen fehlendem Energieberater – nächste Schritte?

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Markus B.
Beiträge: 14
Themenstarter
(@markus-breitner)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#83]

Hallo zusammen,

ich bin gerade ziemlich frustriert und hoffe, dass jemand von euch eine ähnliche Situation hatte. Wir haben im Mai unseren BEG-Antrag bei der KfW eingereicht – alles vorbereitet, Angebote eingeholt, den Heizungsbauer koordiniert. Jetzt, Anfang Juni, kam die Ablehnung. Als Grund steht sinngemäß drin, dass kein förderfähiger Energieberater (iSFP oder BAFA-gelistet) eingebunden war. Das war mir so nicht klar, ich dachte, der Heizungsbauer allein reicht.

Wir wollen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe einbauen lassen, Altbau von 1975, Vollsanierung läuft schon seit letztem Jahr. Der Heizungsbauer hat uns nie darauf hingewiesen, dass wir einen Energieberater brauchen. Jetzt stellt sich die Frage: Können wir neu beantragen? Müssen wir von vorne anfangen? Oder gibt es eine Möglichkeit, den Antrag zu korrigieren/zu ergänzen?

Der Einbau ist für September geplant – ich würde das gerne noch retten, auch weil es finanziell wirklich einen Unterschied macht. Habe ich jetzt einfach Pech, oder gibt es noch einen Weg? Und was muss ich beim neuen Antrag unbedingt beachten, damit das nicht nochmal passiert?

Bin für jeden Tipp dankbar!


4 Antworten
ThomasK30
Beiträge: 15
(@thomask30)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kurz und knapp: Neuen Antrag stellen, vorher Energieberater einbinden, Auftrag noch nicht unterschreiben. Solange der Einbau nicht gestartet ist, ist noch nichts verloren.


Antwort
Klaus H.
Beiträge: 7
(@klaushartmann13)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich möchte da noch einen Punkt ergänzen, den man leicht übersieht: Die Ablehnung hebt nicht automatisch irgendeine Frist auf oder gibt dir eine Kulanzregelung. Du fängst beim neuen Antrag tatsächlich komplett von vorne an – inklusive aller Wartezeiten.

Was mich bei deiner Schilderung etwas skeptisch macht: Du schreibst, der Heizungsbauer habe dich nicht auf den Energieberater hingewiesen. Das stimmt leider öfter vor – manche Betriebe kennen die aktuellen Fördervoraussetzungen einfach nicht gut genug oder haben schlicht keine Zeit, sich damit zu befassen. Ich würde das intern als Warnsignal sehen und beim neuen Versuch die Kommunikation mit dem Betrieb nochmal kritisch prüfen. Wer beim Förderweg schon unsicher ist, macht vielleicht auch bei der Anlage selbst Abstriche.

Ansonsten gilt das, was Markus_H89 oben schreibt – Expertenliste dena nutzen, Beratungstermin so schnell wie möglich, und bis dahin keinen Vertrag unterzeichnen. Für die Kostenseite kann ich sagen: Der Energieberater kostet zwar extra, ist aber über den iSFP-Bonus teilweise selbst förderfähig. Das solltest du unbedingt mit einkalkulieren.


Antwort
Markus H.
Beiträge: 10
(@markus_h89)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Das kenn ich leider – hatte selbst so einen Stresssituation bei meiner Planung. Kurz zum Ablauf: Ja, du kannst einen komplett neuen Antrag stellen, solange der Einbau noch nicht begonnen hat. Das ist das Entscheidende. Wenn September als Datum geplant ist und du jetzt im Juni handelst, hast du eigentlich noch genug Zeit.

Erster Schritt wäre, einen BAFA-gelisteten Energieeffizienz-Experten (gibt's auf der Expertenliste der dena: energie-effizienz-experten.de) zu finden. Die sind gerade gefragt, also nicht zu lang warten. Der muss die Maßnahme bestätigen und in den Antrag eingebunden sein, bevor du den Auftrag offiziell erteilst.

Wichtig: Den Heizungsbauer JETZT noch nicht beauftragen – also keinen Vertrag unterschreiben. Selbst eine unverbindliche Bestellung kann als vorzeitiger Maßnahmenbeginn gewertet werden.

Übrigens hatte ich hier schon mal geschrieben wie wichtig die richtige Dimensionierung ist – das sollte der Energieberater auch gleich mit prüfen, zwei Fliegen eine Klappe sozusagen.


Antwort
Technik_Marco_85
Beiträge: 23
(@technik_marco_85)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Technisch gesehen ist dein Fall lösbar, aber ich will kurz auf was hinweisen das gerne vergessen wird: Wenn du einen neuen Antrag stellst, brauchst du eine neue "Bestätigung zum Antrag" (BzA) vom Energieberater, BEVOR du irgendeinen Auftrag vergibst. Die KfW schaut da sehr genau drauf, welches Datum die BzA hat und wann der Vertrag mit dem Heizungsbauer unterschrieben wurde.

Bei Altbau 1975 lohnt es sich außerdem, den Energieberater gleich den iSFP (individuellen Sanierungsfahrplan) erstellen zu lassen – das bringt dir 5% Bonus auf die Förderung obendrauf, sofern du den noch nicht hattest. Gerade bei einer laufenden Vollsanierung ist das eigentlich fast immer sinnvoll.

Zum Thema September-Termin: Das ist machbar, aber du musst jetzt loslegen. Gute Energieberater haben im Sommer oft etwas mehr Kapazität weil viele Kunden im Urlaub sind – da kannst du Glück haben. Ich hab bei den Hochtemperatur-WP-Fragen ja schon öfter gesehn wie unterschiedlich Altbauten einzuschätzen sind, da ist ein solider Energieberater wirklich Gold wert.


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