Hallo zusammen,
wir haben letztes Jahr im Herbst eine neue Luft-Wasser-Wärmepumpe einbauen lassen und jetzt im ersten Winter ist mir aufgefallen dass irgendwas nicht stimmt. Die Pumpe läuft immer nur kurz, dann Pause, dann wieder kurz. Habe das erstmal ignoriert aber jetzt hab ich mich mehr damit beschäftigt und eine Heizlastberechnung machen lassen (hätte man vorher machen sollen, ich weiß...).
Ergebnis: Unser Haus braucht laut Berechnung ca. 7 kW bei Auslegungstemperatur. Eingebaut wurde aber eine 14 kW Anlage. Der Installateur hat damals gesagt "lieber etwas mehr Puffer" und ich hab das einfach so hingenommen, blöderweise.
Jetzt frage ich mich was das konkret bedeutet. Der Effizienz muss doch leiden oder? Und was passiert mit dem Kompressor wenn der dauernd taktet? Ich hab gelesen dass das den Verschleiß erhöht aber weiß nicht wie schlimm das wirklich ist.
Aktuell im Sommer merkt man natürlich nicht viel davon, aber ich mache mir schon Gedanken wegen nächsten Winter. Gibt es irgendwelche Möglichkeiten das nachträglich zu verbessern ohne die komplette Anlage zu tauschen? Pufferspeicher nachrüsten oder sowas? Was würdet ihr empfehlen?
Danke schon mal
Marco
Das Problem kenn ich gut – hab mich selbst schon intensiv mit dem Thema Takten und Überdimensionierung beschäftigt, auch wenn bei mir der Kontext ein bisschen anders war (bin da in einem anderen Thread drüber gestolpert).
Kurz zu deiner Frage: Ja, das Takten ist bei einer Wärmepumpe tatsächlich das größte Problem bei Überdimensionierung. Jeder Start belastet den Kompressor mehr als Dauerbetrieb, und der COP (also die Effizienz) bricht bei kurzen Laufzeiten deutlich ein weil die Anlage nie in ihren optimalen Betriebspunkt kommt.
Bei Faktor 2 wie bei dir (14 vs 7 kW) ist das schon heftig. Ein hydraulischer Pufferspeicher kann helfen – der verlängert die Laufzeiten künstlich, weil die WP den Speicher lädt statt direkt die Fläche. Nachteil: Du verlierst nochmal Effizienz durch die Zwischenspeicherung. Ist also kein Allheilmittel.
Wenn deine Anlage modulierend ist (Inverter), schau erstmal ob du die Leistung softwareseitig begrenzen kannst. Viele Hersteller erlauben das per Einstellung. Das wäre die sauberste Lösung. Was für eine Pumpe ist das genau?