Hallo zusammen,
ich stecke gerade in einer ziemlich unangenehmen Situation und weiß ehrlich gesagt nicht mehr weiter. Vielleicht kennt jemand von euch das Problem.
Kurze Vorgeschichte: Ich hatte im Herbst letzten Jahres einen Förderantrag gestellt (BEG, über iSFP-Bonus) und bekam auch eine Zusage. Soweit so gut. Das Angebot meines Heizungsbauers war entsprechend kalkuliert, mit Förderanteil rausgerechnet. Jetzt ist es Sommer, der Betrieb hat sich verzögert (erst Lieferprobleme, dann krank der Inhaber), und meine Förderzusage läuft Ende August aus. Der Heizungsbauer sagt, er kann frühestens Mitte September anfangen. Also nach Fristablauf.
Ich habe beim BAFA angefragt, ob man die Frist verlängern kann – die haben abgewinkt. Kein Spielraum, stand wohl schon in den Bedingungen drin.
Jetzt stellt sich mir die Frage: Was mache ich überhaupt? Neuen Antrag stellen? Aber das Angebot ist ja auch schon über ein Jahr alt, die Preise haben sich verändert und ich weiß nicht ob ich das gleiche Gerät überhaupt noch bekomme. Und die Konditionen für Nebanträge 2026 – ist da noch was drin oder hat sich das weiter verschlechtert?
Es ist halt bitter, weil ich den ganzen Winter eigentlich schon umsteigen wollte und jetzt sitze ich hier im Juni und fange quasi von vorne an. Hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht oder einen konkreten Rat?
Da möchte ich Herrn Richter (M.Richter) oben ergänzen: Der Energieberater ist hier wirklich entscheidend. Ohne den läuft bei iSFP-Bonus sowieso gar nichts, und der kann die Situation am besten einschätzen.
Was ich noch hinzufügen würde: Prüf unbedingt ob dein Heizungsbauer die Verzögerung irgendwie dokumentiert hat. Lieferprobleme, Krankheit des Inhabers – das klingt nach Gründen die du hättest früher eskalieren sollen, also beim BAFA früher um eine Verlängerung bitten. Jetzt ist es zu spät dafür, aber für die Zukunft: Bei solchen Projekten immer frühzeitig melden wenn absehbar ist dass Fristen nicht gehalten werden. Manchmal gibt es doch Kulanzlösungen wenn man rechtzeitig kommuniziert – im Nachhinein leider nicht mehr.
Für jetzt: Neuantrag ist der einzige Weg. Lass dich nicht entmutigen, das System ist leider nicht nutzerfreundlich gebaut.
Ich bin zwar noch selbst am Planen (hab mich gerade mit Heizlastberechnung beschäftigt), aber was du beschreibst hab ich in anderen Threads schon öfter gelesen. Das Problem mit den veralteten Angeboten passiert halt schnell wenn sich Projekte verzögern.
Eine Frage hätte ich: Hast du deinen Energieberater nochmal kontaktiert? Wenn du einen iSFP hattest, ist der ja dabei. Der sollte wissen ob dein Sanierungsfahrplan noch gültig ist und ob er dir bei der Neubeantragung helfen kann. Manchmal übernehmen die auch die Kommunikation mit BAFA direkt. Das kostet zwar was, aber du sparst Zeit und vermeidest Fehler beim Neuantrag.
Und noch was – schau ob sich die Geräteverfügbarkeit verändert hat. Wenn das Modell aus dem alten Angebot nicht mehr lieferbar ist, musst du eh neu planen. Vielleicht gibt es 2026 sogar effizientere Geräte zu ähnlichem Preis.
Kurz und direkt: Neues Angebot, neuer Antrag, kein Weg dran vorbei. Die BAFA-Frist ist nicht verhandelbar, das steht in jedem Merkblatt. Wenigstens sind die Grundbedingungen 2026 noch halbwegs stabil.
Das ist wirklich ärgerlich, das kenn ich so ähnlich von meiner eigenen Planung. Ich hab mich damals auch intensiv mit den Fristen auseinandergesetzt, gerade weil ich überlegt hatte ob Erdwärme oder doch was anderes – Kühlbetrieb im Sommer - Erdwärme vs Pellets + Splitgerät: Was zahle ich mehr? – da hab ich gemerkt wie schnell ein Angebot veraltet.
Zum konkreten Problem: Ja, neuer Antrag ist grundsätzlich möglich, aber du brauchst dann auch ein aktuelles Angebot, das ist Pflicht. Das alte wird die BAFA sowieso nicht mehr akzeptieren wenn es so alt ist. Frag deinen Heizungsbauer ob er ein neues Angebot ausstellen kann und wie sich die Preise verändert haben. Dann kannst du schauen ob sich ein neuer Antrag noch lohnt. Die Konditionen 2026 sind nicht dramatisch schlechter als vorher, Basisförderung ist noch da, der Klimageschwindigkeitsbonus läuft je nach Einkommensgrenze auch noch. Aber du musst halt wieder warten auf die Zusage, bevor du beauftragst – das kennst du ja.