Ich seh das etwas anders als MarkusT87 was den Zeitplan angeht – Herbst 2026 ist absolut machbar wenn man jetzt Gas gibt. BAFA-Anträge werden inzwischen deutlich schneller bearbeitet als noch vor zwei Jahren. Energieberater braucht man für den Heizungstausch im Bestand auch nicht zwingend, das ist ein verbreitetes Missverständnis. Der iSFP (individueller Sanierungsfahrplan) bringt zwar nochmal Bonuspunkte bei der Förderung, ist aber keine Pflicht für den reinen WP-Einbau.
Was ich deinem Vermieter empfehlen würde: guten Fachinstallateur suchen der Erfahrung mit BAFA-Anträgen hat. Viele machen das mittlerweile routiniert mit und begleiten den Antrag. Das spart enorm viel Aufwand.
Die Grundfrage ist berechtigt, aber ich würde da erstmal Skepsis anmelden. Vermieter können theoretisch BAFA-Förderung beantragen, aber der sogenannte Klimabonus (also der zusätzliche Bonus für einkommensschwache Haushalte) gilt explizit nur für selbst nutzende Eigentümer. Den kann dein Vermieter also schon mal vergessen.
Der reguläre Investitionszuschuss aus dem BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) ist aber auch für Vermieter zugänglich, soweit ich das kenne. Der Grundfördersatz liegt aktuell bei 30%, und wenn ein funktionierender Wärmeerzeuger (also eure Ölheizung) ersetzt wird, kommt der Effizienzbonus noch drauf.
Das Thema hab ich übrigens schon in einem anderen Zusammenhang angeschnitten, war aber eher aus technischer Sicht: Split-Wärmepumpe: Lohnt sich der Aufwand für Privatbesitzer wirklich?
Für konkrete Förderdetails würde ich eurem Vermieter empfehlen direkt bei der BAFA oder einem Energieberater nachzufragen, das ist wirklich komplex und ändert sich regelmäßig.