Hallo zusammen,
ich wohne seit ein paar Jahren zur Miete in einem Einfamilienhaus, und das Thema Heizung ist momentan wieder aktuell. Die alte Gasheizung im Haus macht immer mehr Probleme, und mein Vermieter hat zuletzt angedeutet, dass er über eine Wärmepumpe nachdenkt. Ich persönlich wäre sehr dafür – nicht nur wegen der Heizkosten, sondern weil ich mit einer modernen Anlage ja vielleicht auch im Sommer kühlen könnte, was bei den Temperaturen gerade echt verlockend wäre.
Jetzt meine eigentliche Frage: Kann mein Vermieter für so ein Projekt staatliche Förderung bekommen? Ich meine, er ist ja der Eigentümer, also müsste er eigentlich antragsberechtigt sein. Aber ich habe gelesen, dass es da Unterschiede geben soll, ob man selbst drin wohnt oder vermietet. Stimmt das?
Und was ist mit dem GEG, das ja inzwischen verschärft wurde – hat das irgendwie Einfluss auf die Förderhöhe oder die Bedingungen für Vermieter?
Ich frage, weil ich meinen Vermieter gerne anstoßen würde, das mal ernsthafter zu prüfen. Wenn ich ihm sagen könnte "schau, du kriegst X Prozent gefördert", wäre das vielleicht überzeugender. Hat jemand Erfahrung damit oder weiß, wie das bei vermieteten Objekten konkret aussieht?
Ja, Vermieter sind grundsätzlich antragsberechtigt für die BEG-Förderung über das BAFA bzw. die KfW – das ist nicht auf Eigennutzer beschränkt. Der Grundfördersatz liegt aktuell bei 30%, und den Klimageschwindigkeitsbonus (der galt bei Heizungstausch bis bestimmten Fristen) solltest du nochmal separat prüfen, der ist nämlich etwas komplizierter bei vermieteten Objekten.
Was sich tatsächlich unterscheidet: Vermieter können den sogenannten Einkommensbonus natürlich nicht in Anspruch nehmen, der war ja an bestimmte Haushaltseinkommen der selbstnutzenden Eigentümer geknüpft. Das macht also einen Unterschied bei der möglichen Gesamtförderhöhe.
Zum GEG: Das hat primär Einfluss auf die Anforderungen, was zulässige Heizsysteme angeht – indirekten Einfluss auf die Förderlogik gibt's schon, aber die eigentliche Förderhöhe wird über die BEG-Richtlinien geregelt, nicht direkt über das GEG.
Ich hab mich da vor einer Weile schonmal ein bisschen in die technischen Grundlagen reingearbeitet (interessanterweise hatte ich das aus nem ganz anderen Blickwinkel – so ähnlich wie COP und SCOP – was steckt wirklich hinter diesen Kennzahlen?). Die Effizienz der Anlage spielt übrigens auch für die Förderfähigkeit eine Rolle – dein Vermieter sollte das bei der Planung im Blick haben.