Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit einigen Wochen intensiver mit unseren Verbrauchsdaten und bin auf eine Frage gestoßen, bei der ich nicht so recht weiterkomme.
Wir haben seit letztem Herbst einen 200-Liter-Pufferspeicher nachgerüstet bekommen. Laut Installateur sollte das die Effizienz verbessern, weil die Wärmepumpe seltener taktet. Das klingt ja auch logisch. Aber ich frage mich: Wie kann ich das eigentlich konkret in meinen Messdaten nachvollziehen?
Ich habe Zugriff auf die Stromverbrauchsdaten der WP über unser Smart Meter, aber die Auflösung ist stündlich. Reicht das um Taktvorgänge zu erkennen? Und selbst wenn ich weniger Starts sehe – heißt das automatisch, dass die JAZ gestiegen ist? Ich frage deshalb, weil ich die Daten von letztem Winter (ohne Puffer) mit diesem Wintervergleichen möchte, sobald es wieder kälter wird. Aber wie mache ich das fair, wenn Witterung, Verbrauchsverhalten etc. sich jedes Jahr unterscheiden?
Jetzt im Sommer fällt uns das Auswerten noch schwer weil die WP eh kaum läuft – wir nutzen sie nur für Warmwasser. Da sehe ich gar keinen wirklichen Unterschied zum Vorjahr bisher.
Hat jemand das schon systematisch gemacht? Welche Kennzahlen habt ihr verglichen? Bin für jeden Hinweis dankbar!
Gute Frage, ich hab mich das beim Thema PV-Nachrüstung auch schon gefragt wie man saubere Vorher-Nachher-Vergleiche hinbekommt (hatte das im PV-Nachrüst-Thread kurz angesprochen).
Zum Pufferspeicher: Stündliche Smart-Meter-Auflösung ist leider zu grob um einzelne Taktvorgänge zu sehen. Kurze Starts dauern oft nur 5-15 Minuten, die verschwinden im Stundenmittel völlig. Du bräuchtest eigentlich Minutenwerte oder noch feiner, z.B. per Shelly oder ähnlichem Zwischenstecker direkt an der WP.
Den Einfluss auf die JAZ selbst zu isolieren ist tatsächlich knifflig. Der Puffer reduziert primär die Taktung – aber ob das messbar in der JAZ landet, hängt stark vom Ausgangsgerät ab. Wenn deine WP eh ein modulierendes Invertergerät ist, bringt weniger Taktung oft kaum was. Bei On/Off-Geräten kann der Unterschied dagegen deutlich sein, weil jeder Kaltstart Effizienz kostet.
Für den fairen Wintervergleich: Normiere deinen Verbrauch auf Heizgradtage (HGT). Die gibt's frei verfügbar für die meisten Wetterstationen in DE. Also kWh Heizstrom pro HGT. Wenn der Wert nach Puffer-Einbau sinkt (und alles andere gleich bleibt), hast du zumindest einen Hinweis. Beweisen kannst du's damit nicht, aber als Indiz taugt es.
Im Sommer wirst du bei reinem WW-Betrieb kaum was sehen, da hast du Recht. Der interessante Vergleich kommt erst ab Oktober/November.