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Monovalent oder bivalent – was lohnt sich wirklich für mein Projekt?

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Markus B.
Beiträge: 5
(@jaz_optimierer)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Aus meiner Ingenieursperspektive kurz zur Einordnung: Die Frage monovalent vs. bivalent lässt sich nicht pauschal beantworten, ohne die Gebäudehülle zu kennen. Bei einem Reihenhaus Bj. 1985 ohne Sanierung liegt die spezifische Heizlast erfahrungsgemäß irgendwo zwischen 80 und 120 W/m², was eine monovalente Auslegung zwar nicht unmöglich, aber wirtschaftlich oft suboptimal macht – die WP müsste für die wenigen wirklich kalten Tage überdimensioniert werden und läuft dann im Teillastbetrieb mit schlechterem COP.

Ein bivalent-paralleles oder bivalent-alternatives System mit einem Bivalenzpunkt um -5 bis 0°C deckt typischerweise über 95% des Jahreswärmebedarfs mit der WP ab, und der Backup läuft nur an wenigen Stunden im Jahr. Das ist in der Praxis bei unsanierten Bestandsgebäuden oft der sinnvollere Kompromiss.

Zur Kühlung: Die funktioniert grundsätzlich auch im bivalenten Betrieb, sofern die WP selbst kühlungsfähig ist. Der Gaskessel macht da natürlich nichts – der liegt im Sommer einfach brach. Ich hab dazu auch eigene Vergleichsdaten gesammelt: Betriebskosten LW-WP vs. Sole-WP im Altbau: Eure echten Zahlen?


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Tobias-Brendel
Beiträge: 5
(@tobias-brendel)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich würde hier noch eine etwas andere Perspektive einwerfen. Ich bin gerade selbst in der Vergleichsphase und schaue mir Viessmann, Vaillant und Daikin intensiver an. Was mir dabei auffällt: Die Frage monovalent vs. bivalent beeinflusst auch, welche Geräte überhaupt in Frage kommen, weil nicht jedes Modell gut mit einem externen Wärmeerzeuger kommuniziert.

Dashin würde ich deine Smart-Home-Frage gar nicht trennen: Hersteller wie Daikin (über Altherma mit BACnet/Modbus) oder Vaillant (aroTHERM plus mit sensoNET) haben da sehr unterschiedliche Philosophien. Wenn dir Home Assistant wichtig ist, solltest du das tatsächlich schon beim Gerätevergleich mitdenken, nicht erst hinterher – sonst stehst du vor verschlossenen APIs oder teuren Zusatzmodulen.

Die Heizlastberechnung würde ich trotzdem als absoluten ersten Schritt sehen, bevor man sich in Herstellervergleichen verliert. Sonst vergleicht man Äpfel mit Birnen.

Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, mehrere Angebote parallel einzuholen und nicht nur auf den Preis zu achten. Schau dir die Leistungszahlen und Garantiebedingungen genau an – da unterscheiden sich die Hersteller teilweise erheblich. Lass dich auch von einem lokalen Installateur beraten, der kennt die Gegebenheiten vor Ort am besten. Angebot vergleichen für Wärmepumpen


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