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Hybrid-WP als Backup-Lösung: Übervorsichtig oder klug in unsicheren Zeiten?

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SmartHeat_Tech
Beiträge: 37
Themenstarter
(@smartheat_tech)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#38]

Hallo zusammen,

ich plane für mein Neubau-Projekt (Baubeginn September) ein Hybrid-System und frage mich langsam, ob ich komplett übertreibe. Überall lese ich nur von reinen Wärmepumpen, alle Experten raten dazu, die Förderung ist besser... aber irgendwie habe ich ein ungutes Gefühl.

Meine Überlegung: Was ist, wenn die WP mal ausfällt? Oder wenn im Winter wieder Strompreise explodieren wie 2022? Mit Gas-Backup hätte ich wenigstens eine Alternative. Das Haus wird super gedämmt (KfW40), Heizlast etwa 6kW, also eigentlich perfekt für reine WP.

Aber ehrlich gesagt macht mir die ganze Abhängigkeit von einer Technologie Sorgen. Klar, Gas wird auch teurer und ist nicht zukunftssicher, aber als Notfall-Option?

Der Installateur meint, ich könnte mir das Geld sparen und eine größere WP mit E-Heizstab als Backup nehmen. Aber irgendwie beruhigt mich die Idee nicht so richtig.

Bin ich wirklich paranoid oder denkt ihr auch, dass ein Hybrid-System mehr Sicherheit bietet? Gerade jetzt im Sommer, wo man Zeit zum Überlegen hat, bevor die Heizperiode kommt...


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3 Antworten
Martin89
Beiträge: 22
(@martin89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Also ich würd an deiner Stelle bei der reinen WP bleiben. Bei KfW40 und 6kW Heizlast ist das wirklich Overkill mit Gas-Backup.

Was Ausfälle angeht: Moderne WPs sind sehr zuverlässig, und wenn was ist, kommt der Notdienst. Beim Hybrid hast du doppelt so viele Komponenten, die kaputt gehen können. Plus die jährliche Gasthermen-Wartung...

Strompreise sind ein Punkt, aber Gas ist auch nicht stabiler geworden. Und mit PV auf dem Dach (planst du doch sicher?) wird's eh entspannter.


Antwort
WasserWP-Klaus74
Beiträge: 23
(@wasserwp-klaus74)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Mh, versteh schon den Gedanken, aber überdimensionierung ist auch kein Allheilmittel. Hatte das Thema schonmal - zu große WP bringt auch Nachteile.

Bei deiner Heizlast: Nimm ne 8kW Luft-WP mit 6kW E-Heizstab. Kostet deutlich weniger als Hybrid, du hast trotzdem Backup und bei -15°C kann der E-Stab notfalls alleine heizen. Reicht völlig und ist viel einfacher.

Hybrid macht nur Sinn wenn du eh schon Gas im Haus hast oder sehr große Heizlast.


Antwort
M.Richter
Beiträge: 19
(@m-richter)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Verstehe deine Bedenken gut! Bei meiner Sole-WP hab ich auch schon Leistungsverluste erlebt - hatte ich hier mal beschrieben. Wenn sowas passiert, ist man froh über Alternativen.

Hybrid macht bei KfW40 eigentlich wenig Sinn, da hast du Recht. Aber deine Sorgen sind nicht unbegründet. Kompromiss wäre eine monovalente WP mit ordentlichem E-Heizstab (6-9kW). Kostet weniger als Hybrid, ist wartungsärmer, und bei Stromausfall hast du eh beide Probleme.

Wenn dir Gas-Backup wirklich wichtig ist: Kleine Gastherme als Backup kostet vielleicht 3-4k€ extra, Gasanschluss ohnehin da?


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