Hallo zusammen,
ich bin Ingenieur und betreibe seit zwei Jahren eine Luft-Wasser-WP im Neubau – läuft sehr effizient mit COP um die 3,8 durchschnittlich. Jetzt habe ich eine etwas knifflige Frage zu einem Altbau-Projekt in der Familie.
Es geht um ein Haus von 1978, ca. 220 m² Wohnfläche, normale Dämmung für das Alter (Außenwände ~8cm). Die bisherige Gasheizung ist noch funktionsfähig, aber ineffizient. Laut Energieberater wäre eine Wärmepumpe grundsätzlich möglich, aber wirtschaftlich nur sinnvoll, wenn man die Gebäudehülle vorher deutlich saniert (Fenster, Außenwand). Das kostet natürlich zusätzlich 30-40k€.
Meine Frage: Macht eine Sole-WP im unsanierten oder nur teilweise sanierten Altbau überhaupt Sinn? Ich rechne mit höheren Vorlauftemperaturen (60°C+) wegen der Radiatoren. Wird die JAZ dann nicht unrentabel? Und wie sieht es mit der Regeneration des Erdreichs aus, wenn die WP intensiver lädt als im Neubau?
Hat jemand praktische Erfahrung damit, ob man eine Sole-WP schrittweise nachrüsten kann – erst Sanierung, dann später Bohrung?
Danke für eure Insights!