Hallo zusammen,
ich plane gerade eine Sole-Wasser-Wärmepumpe für mein EFH und möchte mich von Anfang an korrekt informieren, bevor ich einen teuren Fehler mache. Meine 9,8-kWp-PV-Anlage soll die WP speisen, daher ist die Planung für mich essentiell.
Zum Thema Genehmigungen bei einer Erdwärmebohrung habe ich unterschiedliche Aussagen gehört: Der eine Installateur sagt, ich brauch nur was beim Landratsamt anzumelden, der andere meint, dass auch das Wasserwirtschaftsamt zustimmen muss. Auch beim Thema Grundwassertiefe gibt es unterschiedliche Aussagen – wie relevant ist das überhaupt für die Genehmigung?
Wie ist das genau in Baden-Württemberg? Welche Behörden muss ich informieren oder um Erlaubnis fragen? Gibt es zeitliche Vorlaufzeiten, die ich einplanen sollte? Und was passiert, wenn ich das ignoriere – ist das wirklich so problematisch wie manche sagen?
Freue mich auf ehrliche, praktische Antworten. Ich will das richtig machen und keine Überraschungen später.
Die Antworten oben sind alle wertvoll, aber ich möchte noch einen Punkt ergänzen, der mir beim Recherchieren aufgefallen ist:
Die **Schutzgebietsklassifizierung** ist entscheidend. Falls dein Grundstück in einer Wasserschutzzone liegt (Zone I, II oder III), kann es dort überhaupt nicht erlaubt sein, eine Erdwärmesonde zu bohren. Das ist ein KO-Kriterium, das viele Planer erst spät feststellen.
Bevor du den Anmeldeprozess startest, würde ich dir empfehlen:
1. **Geologische Bohrplatzerkundung** in deine Planung aufnehmen – das kostet ca. 500-1000€, spart dir aber massive Probleme
2. **Bodengutachten vom Fachmann**: Schichtenaufbau, Wasserspiegel, Leitfähigkeit. Wichtig für deine technische Optimierung später
3. **Parallel zur Genehmigung schon mal mit 2-3 Bohrfirmen sprechen** – die kennen die lokalen Behördengepflogenheiten und können dir konkrete Timelines geben
In Baden-Württemberg ist da besonders das Regierungspräsidium oft federführend. Versuch, deren Genehmigungshotline zu erwischen – die sind da sehr konkret.
Wo in BW bist du ungefähr? Manche Landkreise sind da strikte
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn man sich vorher mindestens drei unabhängige Angebote holt und die nicht nur nach Preis, sondern auch nach den angebotenen Serviceleistungen vergleicht. Oft zahlt sich das aus, weil die Billigangebote später zu versteckten Kosten führen. Schau dir da auch die Garantiebedingungen genauer an! Angebot vergleichen für Wärmepumpen
Ich hab das gerade selbst durch und kann dir sagen: Die Bohrfirma sollte sich um die Genehmigungen kümmern, nicht du. Das ist Teil ihres Jobs. Trotzdem solltest du wissen, dass es dauert – rechne mit 4-8 Wochen Vorlaufzeit.
Bei mir in Hessen war das Wasserwirtschaftsamt die Hauptansprechstelle. Sie haben geprüft, ob die Bohrtiefe okay ist, ob Schutzgebiete betroffen sind und ob Grundwasserinteressen kollidieren. Die Gebühr lag bei etwa 150-300 Euro.
Wichtig: Lass dir schriftlich bestätigen, dass alles genehmigt ist, BEVOR die Bohrung startet. Das erspart dir später Ärger.
Moin Markus B.,
bei meiner Planung habe ich genau das recherchiert. Es gibt ein paar praktische Punkte:
**Anmeldepflicht (nicht immer Genehmigungspflicht):** In vielen Bundesländern musst du Erdwärmebohrungen nur anmelden, wenn sie unter 100m oder unter das Grundwasser gehen. Tiefere Bohrungen und solche, die Grundwasserleiter betreffen, brauchen oft echte Genehmigungen.
**Kosten für deine PV-Kombination relevant?** Nicht direkt, aber längere Wartezeiten können deinen Zeitplan durcheinanderbringen. Wenn du die WP mit dynamischen Stromtarifen kombinieren willst (wie du ja früher dokumentiert hast), solltest du das Genehmigungsverfahren im Projekt-Zeitplan berücksichtigen.
**Meine Recherche:** Kontaktier direkt das Landesamt für Geologie deines Bundeslandes – die sagen dir sofort, ob dein Grundstück in einem geschützten Bereich liegt oder ob es besondere Auflagen gibt.
Wo genau in BW ist dein Projekt?